Marc Olschewski, Trainer des VfB Habinghorst, muss nunmehr den zweiten Namen eines Neuzugangs aus seiner Liste streichen, weil dieser seine Zusage revidiert hat. © Volker Engel
Fußball-Kreisliga A

VfB Habinghorst: Spieler hat bereits zugesagt, wird als Neuzugang verkündet und sagt wieder ab

Ein Mann, ein Wort. Das war einmal. Auch im Amateurfußball. Da sagen Spieler einem Verein zu, in der nächsten Saison dort zu spielen - um dann letztendlich doch bei ihrem alten Klub zu bleiben.

Dieses Erlebnis der besonderen Art haben aktuell zum wiederholten Mal die Verantwortlichen des VfB Habinghorst aus der Fußball-Kreisliga A: Ein Ja-Wort stellt sich als nichtig heraus. Hüseyin Dündar hatte im Februar in Habinghorst zugesagt für die Saison 2021/22. Er bleibt nun aber doch bei Eintracht Ickern.

Bis zum April war alles noch wie besprochen

Warum der Wechsel des offensiven Außenverteidigers geplatzt ist, erklärt Trainer Marc Olschewski so: „Hüsseyin hat bei uns im Februar zugesagt, dabei aber darum gebeten, dass bitte noch nicht öffentlich zu machen, weil er selbst die Eintracht davon unterrichten will.“ Daran hat sich Olschewski gehalten.

Als bis April von Dündar nichts Gegenteiliges meher gehört worde, ging der VfB-Trainer davon aus, dass der Spieler bei Eintracht Ickern alles geklärt hat und meldete ihn als Neuzugang. „In den zwei Monaten seit seiner Zusage bin ich davon ausgegangen, dass Hüseyin Dündar alles geklärt hat bei Eintracht Ickern.“

Hüseyin Dündar hatte dem VfB Habinghorst ursprünglich seine Zusage gegeben, für die Saison 2021/22 zum VfB zurückzukehren. Jetzt bleibt er bei Eintracht Ickern. © Eintracht Ickern © Eintracht Ickern

Falsch gedacht. Als Dündar als Neuzugang des VfB Habinghorst unserer Redaktion gemeldet wurde, bekam der Fußballer dem Vernehmen nach Ärger – und hat sich kurzerhand entschieden, der Eintracht treu zu bleiben. Olschewski sagt dazu: „Es ist schade, dass Hüseyin nicht zu uns kommt. Ich halte nach wie vor viel von seinen fußballerischen Fähigkeiten.“

Mit zwei potenziellen Neuzugängen für die Innenverteidigung führt Olschewski noch in dieser Woche Gespräche. „Wenn diese beiden Spieler zu uns kommen, würde bei uns eine Schwachstelle geschlossen.“ Damit wäre die Personalplanung dann auch beendet, da der VfB-Kader gut besetzt sei, so Olschewski.

Der Habinghorster Trainer hat bereits eine grobe Planung aufgestellt, wie der Trainingsstart aussehen könnte. Unter der Voraussetzung, dass die Corona-Zahlen es erlauben. Ende Juni möchte Olschewski in die Vorbereitung einsteigen. Vorher will er seinen Jungs aber schon ein paar Laufeinheiten aufgeben, damit sie die lange Zeit ohne Fußball schon mal aus den Beinen schütteln.

Auch ein paar Testspiele wurden bereits festgezurrt. „Die angepeilten Daten können sich noch ändern, wenn wegen Corona weiter ein Spielverbot besteht“, so Olschewski, der mit Blick auf die sinkenden Inzidenzzahlen jedoch vorsichtig optimistisch ist, dass bald wieder trainiert und gespielt werden darf.

Unter den Testspiel-Gegnern seien die Klassiker, zu denen gute Kontakte bestehen. Dazu zählen SG Castrop, Spvg Schwerin und TuS Rahm. Weitere Testspiele sollen später dazukommen. „Ich habe bei den Testspielen erst einmal auf kurze Dienstwege großen Wert gelegt“, erklärt VfB-Trainer Olschewski.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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