Ralf Utech, Trainer des TuS Ickern, war nach dem ersten Testspiel mit seiner Mannschaft zufrieden. Der Fitness-Rückstand war zu erwarten. © Volker Engel
Handball

TuS Ickern nimmt aus dem Duell mit Bundesliga-Anwärter etwas mit

Dem ersten Testspielgegner nach langer Pandemie-Pause war der TuS Ickern in einem Aspekt nicht gewachsen. TuS-Trainer Ralf Utech zieht aus der Partie aber Zuversicht für die Bezirksliga-Saison 2021/22.

Für die Handballer des TuS Ickern ist eine lange Durststrecke beendet. Anfang Oktober 2020 wurde die vergangene Saison abgebrochen. Jetzt bestritt der TuS ein erstes Vorbereitungsspiel für die neue Spielzeit, die am4. September beginnen soll. Bis zu diesem Zeitpunkt möchte der Bezirksligist in Testspielen sein sportliches Niveau ausloten.

Die TuS-Equipe befindet sich seit Juni wieder im Handballtraining. Individuelles Lauftraining absolvieren die Spieler bereits seit längerer Zeit. Sowohl die älteren Akteure, die das Rückgrat der Mannschaft bilden sollen, als auch die Nachwuchsspieler, die aus der A-Jugend zu den Herren aufgerückt sind. „Alle müssen ihren Part spielen, damit wir über die Saison kommen“, so Trainer Ralf Utech. „Alle Positionen sind mindestens doppelt besetzt.“

Routiniers laufen Jugendlichen hinterher

Doch im Testspiel gegen die A-Jugend der Ahlener SG am Sonntag (8. August) musste sich die TuS-Equipe mit 28:34 geschlagen geben. Es war eine erwartete Niederlage. Ahlen spielte um die Bundesliga-Qualifikation, konnte daher durchtrainieren.

„Wir haben lange kein Handball gespielt, das hat uns sicherlich nicht besser gemacht“, erklärte Utech vor dem ersten Test. Vier Probeläufe hat der TuS Ickern bis zum Saisonauftakt geplant.

Der TuS Ickern (hier im Spiel gegen Westfalia Herne 2) und Coach Ralf Utech rechnen mit einer anstrengenden Saison, wollen sie sich in der Bezirksliga halten. © Volker Engel © Volker Engel

Nach dem Testspielauftakt in Ahlen erreichten wir den TuS-Coach auf der Rückfahrt aus Ahlen per Mobiltelefon. „28:34. Ich sag mal: Das kam so wie vermutet“, so Utech. „Der Gegner war läuferisch fitter. Bei uns war irgendwann die Luft weg. Im Angriff fehlte uns dann die Konzentration.“ Dadurch habe man Ahlen zu Tempo-Gegenstößen eingeladen.

Dennoch war es ein erfolgreicher Test für Ickern. „Bis zum 21:21 konnten wir mithalten; unser Auftritt war gut“, erklärt der TuS-Coach. „Urlaubsbedingt fehlen uns noch ein paar Leute.“

Wegen Corona wollten die Ickerner ohne Fans nach Ahlen fahren. Die meisten Spieler sind bereits durchgeimpft, so Utech. Alle anderen müssten sich vorher testen lassen. Somit war der TuS mit einem recht kleinen Kader angetreten.

TuS Ickern zählt nicht zu Favoriten

Für die Ickerner geht es nach langer Punktspiel-Abstinenz nur darum, sich in der Bezirksliga zu halten. Zwei Favoriten hat der TuS-Coach ausgemacht. Sein Team gehört nicht dazu. „Das wird eine Hammer-Saison. Wir werden alles tun, um nicht abzusteigen“, sagt Utech. „Wo wir stehen, wird sich nach den ersten zwei oder drei Punktspielen zeigen.“

Zuvor gibt es aber weitere Tests. Am 15. August steht die TuS-Truppe beim Kreisligisten Waltroper HV auf dem Prüfstand. „Dort werden wir Positionen austesten und schauen, wie wir mit dem Spiel umgehen“, sagt Utech.

Am darauffolgenden Wochenende geht es für zwei Tage ins Trainingslager beim TuS Oespel. „Dort werden wir bestimmte Sachen einstudieren“, erklärt Utech. „Mal sehen, wie viele Körner wir nach 48 Stunden Handball noch haben.“ Dann treten seine Schützlinge gegen Oespel 2 (Kreisliga) an.

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Redaktion und Sportredaktion Castrop-Rauxel

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