Alexander Schmottlach sah ein bitteres Ende nach gutem Start. © Hermann Klingsieck
Fußball

TuS Henrichenburg gibt 2:0-Führung noch aus der Hand, obwohl der Gegner nicht viel macht

Das dürfte ein bitterer Sonntagabend für die Spieler des TuS Henrichenburg gewesen sein. Zuvor ließen sie sich eine komfortable Führung noch aus der Hand nehmen. Was war da los?

Sowohl der TuS Henrichenburg als auch der SV Bossendorf waren nach zwei Spieltagen in der Kreisliga B4 Recklinghausen ungeschlagen. Beide gewannen ihre Auftaktpartien sogar. Am Sonntag (12. September) trafen sie im Spitzenspiel dann direkt aufeinander – mit bitterem Ende für die Henrichenburger.

Denn sie starteten gut gegen die Fünferkette des SV Bossendorf. Die Gäste erspielten sich einige Chancen. „Wir haben verdient geführt“, fasste Henrichenburgs Trainer Alexander Schmottlach zusammen. Sein Team hätte sogar höher führen müssen, meinte er.

„Trotz der Fünferkette der Bossendorfer haben wir unsere Chancen herausgespielt und unsere Tore gemacht“, so der Trainer. Zwei dieser Chancen nutzten Alexander Babbel in der 23. Minute sowie Jonas Drees in der 40. Minute. Doch wer mit Drees‘ Treffer die Vorentscheidung im Spitzenspiel erwartet hatte, musste sich früh korrigieren.

Denn im direkten Gegenzug verkürzte der SV Bossendorf in Person von Max Ninnemann. Mit einer 2:1-Führung ging der TuS in die Pause. Geschockt zeigte sich das Team vom frühen Anschlusstreffer der Gastgeber nach Wiederanpfiff jedoch nicht – auch wenn der restliche Spielverlauf das so hergeben könnte.

Die Henrichenburger hatten einige weitere gute Chancen, um zu erhöhen. „Wir haben, bevor Bossendorf das Spiel dreht, die Chancen, das Ergebnis hochzuschrauben“, ärgerte sich Schmottlach. „Bossendorf hatte nicht viel vom Spiel, hat dann aber aus seinen drei, vier Chancen die Tore gemacht.“

Und so war es dann auch: Binnen sieben Minuten gelang Bossendorfs Julian Wloczyk ein lupenreiner Hattrick (64., 68., 71.). Nun mussten die Gäste einem Rückstand hinterherlaufen – und sie probierten alles. Phasenweise verteidigte das Team zum Ende hin mit nur noch einem Abwehrspieler, was für Bossendorf Konterräume öffnete.

Trotz der versuchten Schlussoffensive des TuS fielen keine weiteren Tore mehr. Und obwohl Henrichenburg wohl mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte, war Trainer Schmottlach nicht gänzlich unzufrieden. „Uns fehlten zehn Spieler. Dafür hat es der Kader super gemacht. Es war ein gutes Spiel.“ Und er ist sich sicher: „Gerade in Bossendorf werden auch noch andere Teams Punkte liegen lassen.“

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