90 Minuten auf dem Platz waren die Westfalenliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop bei ihrem Vorbereitungs-Auftakttraining. © Jens Lukas
Fußball-Westfalenliga

Trainingsauftakt bei Wacker Obercastrop: Kicker streichen Prämie nach 90 Minuten ein

Der SV Wacker Obercastrop hat am zweiten Juni-Sonntag offiziell mit der Vorbereitung auf die zweite Westfalenliga-Saison der Vereinsgeschichte begonnen.

Die Corona-Pandemie ist verschwunden aus der Erin-Kampfbahn. Davon konnten sich alle überzeugen, die den Vorbereitungsauftakt der Westfalenliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop verfolgten. Dicht gedrängt begrüßten sich die Wacker-Kicker vor dem Training unter dem Klubheim-Vordach. Und beim Im-Kreis-Spielchen tummelten sich die Obercastroper mit 25 Mann auf gefühlt nur 20 Quadratmetern. Das wäre Anfang Juni nicht erlaubt gewesen.

Wacker-Trainer hatte immer gutes Wetter

Haben sie einen Vertrag mit Wetter-Gott Petrus? Wie in all den Jahren zuvor unternahmen die Wackeraner bei Kaiserwetter die ersten Trainingsschritte in die neue Saison. Chef-Trainer Aytac Uzunoglu sagte: „Es stimmt tatsächlich: Seitdem ich hier Trainer bin, hat sich das Wetter zum Auftakt von dieser sonnigen Seite gezeigt.“ So strahlte nicht nur der Coach mit der Sonne um die Wette.

Mit Ausnahme von vier Spielern, Don Schreiber, Martin Kapitza, Ramin Shabani und Julian Ucles Martinez, tummelte sich der gesamte Kader der Blau-Weißen auf dem Platz. Was sich vor allem beim ersten Trainingsspielchen bemerkbar machte, als zwei vollzählige Mannschaften über den ganzen Platz rennen konnten.

Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu wies beim Trainingsspiel seines Teams seine Schützlinge auf verbesserungswürdige Details hin. © Jens Lukas © Jens Lukas

Alles begann sehr locker auf dem von der Sonne erhitzten Kunstrasen. Mit dem Ball (endlich) und den typischen Jagdszenen im Kreis, machten sich die Spieler in zwei Gruppen warm. Unter den Augen der Trainer Aytac Uzunoglu und Torwart-Cooach David Menke. Co-Trainer Steffen Golob hatte da noch Zeit, mit seinem kleinen Sohn im F-Jugend-Alter vor dem Tor einige Schussübungen zu proben. Das Eis danach hatte sich Golobs Filius verdient, der dann sogar neben Uzunoglu Platz auf der Trainerbank nahm – während der Fotograf unserer Redaktion alle Akteure einzeln zum Shooting bat.

Es gab ja auch einige neue Spieler, Gesichter und mehr abzulichten im Wacker-Dress. Wie zum Beispiel den neuen Physiotherapeuten Maurice Kirchhoff, der hauptamtlich in dritter Generation in der Familien-Praxis in Bochum-Langendreer arbeitet. Mit dem Fußball hatte der Heilpraktiker und Osteopath zuletzt auch direkten Kontakt – als Spieler des TuS Harpen in der Bezirksliga.

Nachdem alle Fotos geschossen waren, wiesen Uzunoglu und Golob die Spieler im großen Kreis auf dem Platz auf die Termine in den nächsten Wochen hin. Coach Uzunoglu stellte die neuen Akteure dem Stammpersonal vor.

Die Kiebitze beim Auftakt-Training des SV Wacker Obercastrop stellten um 12 Uhr die Plastikstühle auf die Rasen-Tribüne – im Schatten. © Jens lukas © Jens lukas

Golob wies auf die Schwierigkeit für die Team-Fahrt in die Niederlande hin. Der Co-Coach hatte eigentlich die Unterkunft schon im Nordsee-Ressort Renesse gebucht. Doch als der dortige Vermieter erfuhr, dass er mit 28 Fußballern als Mieter rechnen muss, hätte der sich noch nicht zurückgemeldet. Golob ganz pragmatisch: „Ich habe noch eine Adresse in Willingen, dann laufen wir eben über die sauerländischen Berge, als am Strand entlang.“

Nach dem lockeren Trainingsspiel über den ganzen Platz, gab es zur Belohnung – quasi als Prämie – türkische Pizza für die Aktiven, die Kassierer Udo Banach anlieferte. Während die Cracks sich die Köstlichkeiten schmecken ließen, konnten sie noch genussvoll ihren Coach Uzunoglu anfeuern. Der spielte anschließend noch in der Altherren-Mannschaft des SV Wacker.

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Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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