Ein Castrop-Rauxeler Verein hat jetzt mit seinem Trainer für die Saison 2021/22 verlängert. © Jens Lukas
Fußball

Trainerverlängerung mit Legat-Schützling, der eine Backpfeife in Holthausen kassierte

Ein Castrop-Rauxeler Trainer schnupperte als junger Spieler bei Borussia Dortmund am großen Fußball. Später wurde er von Ex-Profi Torsten Legat trainiert. Jetzt hat sein Klub mit ihm verlängert.

In der Kreisliga A der Fußballer ist Castrop-Rauxel in der Saison 2020/21 mit sechs Mannschaften vertreten: Arminia Ickern, VfB Habinghorst, FC Frohlinde II, SuS Merklinde, Victoria Habinghorst und Eintracht Ickern. Seit Beginn der dritten März-Woche sind offiziell die Trainerfragen bei all diesen Klubs beantwortet.

Erst Borussia Dortmund, dann Dschungelkönig als Coach

Beim SuS Merklinde wurden jetzt endgültig Nägel mit Köpfen gemacht: Der Klub und Coach Björn Brinkmann einigten sich auf eine weitere Zusammenarbeit in der Saison 2021/22.

Björn Brinkmann (r.) und der SuS Merklinde haben sich auf die Verlängerung ihrer Zusammenarbeit geeinigt. © Jens Lukas © Jens Lukas

Brinkmann wurde am 27. März 1983 in Dortmund-Lütgendortmund geboren und zog mit der Familie sechs Jahre später nach Castrop-Rauxel um. Sein Talent brachte ihn zu Borussia Dortmund. Viel später agierte er sechs Jahre für den Landesligisten WSV Bochum. Das Besondere: Dort war auch Ex-Profi Torsten Legat der Trainer, der seit seinem Sieg beim Dschungelcamp fast überall telepräsent wurde.

Über seine Jugendzeit berichtete Björn Brinkmann, der als AOK-Kundenberater tätig ist: „Bei Borussia Dortmund war das eine Mega-Zeit, obwohl ich dort nach der C-Jugend durch das Leistungs-Raster fiel. Aber die Fahrten und die Turniere bis nach Holland werde ich immer in Erinnerung behalten.“ Beim BVB spielte Brinkmann mit Roger Schajor zusammen, der später auch bei Wacker Obercastrop aufschlug. Björn Brinkmann erzählte: „Roger hat es sogar bis in die zweite Mannschaft des VfL Bochum geschafft.“

Für Björn Brinkmann, der in Castrop-Rauxel an der Gaswerkstraße wohnt, ging die Fußball-Reise woanders hin. Wie viele Nachwuchsspieler aus dem BVB-Topf, landete er bei Eintracht Dortmund, die für eine glänzende Jugendarbeit im Schatten des großen Bruders bekannt war.

Dann rief der Schweriner Berg. Bei Coach Martin Backwinkler spielte er unter anderem mit Jimmy Thimm und Marc Olschewski zusammen. Mit Thimm ging es zum FC 96 Recklinghausen, ehe Brinkmann ein „Abenteuer“ beim RSV Holthausen unter Trainer Udo Drees einging. Dort sagte er, hätte er als junger Bursche tatsächlich von einem alten Hasen eine Backpfeife bekommen: „Das werde ich nie vergessen.“

Björn Brinkmann spielte einst für Borussia Dortmund. © privat © privat

Dieses Thema war schnell abgeschlossen, es ging in die Nachbarschaft zur Spvg Horsthausen. Aber auch nicht lange. Seiner eigenen Meinung nach, sportlich erfolgreichste Zeit, sollte beim Werner SV in Bochum folgen. Dort lernte er Trainer Legat auf eine ganz andere Art kennen, als ihn die breite Masse an Menschen durch dessen Fernseh-Präsenz einschätzen.

Brinkmann sagte: „Torsten ist ein ganz feiner Kerl und als Trainer hat er jeden Spieler aus der Mannschaft eine Klasse besser gemacht.“ Sechs Jahre spielte der torgefährliche Mittelfeldspieler unweit des Bochumer Ruhrparks.

Bei Wacker Obercastrop in einer „Champagner-Truppe“

Danach wurde der SV Wacker Obercastrop der nächste Klub. Mit Trainer Uwe Esser oder Spielern wie Dennis Hasecke oder Vadim Glöckner. Brinkmann, der heute noch in der Altherren-Elf in der Erin-Kampfbahn kickt, sagte lachend: „Das war eine Champagner-Truppe.“

Als er später nach zwei Jahren bei Concordia Wiemelhausen ans Aufhören dachte, lockte ihn Martin Broll, Sportlicher Leiter des SuS Merklinde. Dort blieb er und übernahm nach dem vorzeitigen Abschied von Olaf Senking erstmals als Trainer erfolgreich das Team – mit elf Siegen und einer Niederlage.

Als Marco Gruszka später auch das Handtuch warf, war wieder Brinkmann an der Reihe. Und das wird so bleiben. Der Coach, dessen Trainer-Lehrgang zur B-Lizenz wegen Corona ins Wasser fiel, wird auch in der Saison 2021/22 mit Co-Trainer Dietmar Gaida das Trainerzepter schwingen. Das bestätigte Martin Broll.

Wegen des Lockdowns geht Broll mit beiden Trainern abwechselnd auf Lauf-Tour. Dort wird dann nicht nur an der eigenen Fitness gearbeitet, sondern auch über Personalplanungen gesprochen.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.