Suri Ucar hatte im gelben Trikot der Spvg Schwerin seit dem Sommer 2016 bereits einige magische Momente - wie hier bei seinem Tor bei Teutonia/SuS Waltrop. © Recklinghäuser Zeitung (A)
Fußball

Spvg Schwerin: Ex-Profi möchte wieder für magische Momente sorgen

Der Spieler hat die Trainer B-Lizenz, will aber nach einer längeren Verletzungspause erstmal wieder nur als Spieler in der Bezirksliga-Elf der Spvg Schwerin auflaufen. Das hat bestimmte Gründe.

Seit Juli 2016 ist der heute 36-jährige ballgewandte und torgefährliche Ex-Profi bei der Spvg Schwerin. Nach anfangs magischen Momenten auf dem Platz mit vielen Toren, war es wegen hartnäckiger Verletzungen ruhig um ihn auf dem Schweriner Berg geworden.

Dem Verein etwas zurückgeben

Suri Ucar ist nun auf den Platz zurückgekehrt – und nennt die Gründe, warum er in der Bezirksliga-Mannschaft von Trainer Dennis Hasecke noch einmal richtig angreifen will.

Aus familiärer Sicht möchte Suri Ucar, der mit seiner Familie an der Schweriner Westhofenstraße ein Haus besitzt, dass sein zweieinhalb-jähriger Sohn den Papa richtig Fußballspielen sieht. Ucar erzählte lachend: „Und nicht nur im Garten.“ Dann möchte er den Verantwortlichen der Spvg Schwerin um Rainer Dinter (1. Vorsitzender) und Peter Wach (Geschäftsführer), etwas zurückgeben. Ucar sagte: „Die haben mir seitdem ich hier bin, sehr viel geholfen.“

Dann will er, der einst mit der U19 des VfL Bochum in der Bundesliga um die Deutsche Meisterschaft spielte, sich selbst beweisen, dass er es noch kann. Ucar erzählte: „Ich habe meine Knieverletzungen überwunden und werde jetzt sehen, dass ich richtig fit werde.“ Das wünscht sich auch Coach Hasecke, der sagte: „Wenn Suri trainiert und seine Form findet, wird er auch spielen.“

Ex-Profi Suri Ucar ist wieder nach langer Verletzungspause dabei bei der Spvg Schwerin. © Jürgen Weiß © Jürgen Weiß

Denn Ucar hatte in der Vergangenheit bei der Spvg Schwerin vom ersten Einsatz an überzeugt. Er war Spieler, spielender Co-Trainer unter Karsten Quante. Später auch verantwortlich an der Linie, als der Verein sich von Quante trennte. In Gedanken sind noch Spiele, als Coach Ucar andere spielen ließ und sich selbst spät einwechselte, wenn sein Team zurücklag. Nicht nur einmal gelang dem sympathischen Kicker, der sich später eine Trainerkarriere vorstellen kann, dann die Wende.

In der jetzigen Schweriner Mannschafts-Konstellation glaubt Ucar, dass er die vielen jungen Akteure im Hasecke-Team mit seinen höherklassigen Erfahrungen von über 200 Oberliga- und vielen Bundesligaspielen im Junioren-Bereich des VfL Bochum, führen kann.

Suri Ucar hat mit dem Fußball in Ahlen (Westfalen) angefangen. Dort wohnte er mit seiner Familie und spielte bei BW, TuS und Fortuna Ahlen, die sich später mit LR Ahlen in einer Fusion zu RW Ahlen zusammenschlossen.

Das Fußballtalent von Suri Ucar blieb nicht lange verborgen. Von der U19 bei RW Ahlen wechselte er im Jahr 2000 in die U19 des VfL Bochum. Das Bochumer Interesse wurde geweckt, weil er bei seinem Jugend-Klub in 23 Saisonspielen 52 Tore erzielte. Mit Bochum erreichte er in der Bundesliga-West einmal das deutsche Halbfinale gegen den VfB Stuttgart. Dann sogar in der Saison 2003/04 das Finale gegen Bayern München. Gegen Stuttgart gab es nach einem 4:1 im Hinspiel und nach einem 1:4 im Rückspiel, die Niederlage nach Elfmeterschießen. Gegen Bayern München verloren die Bochumer das DM-Endspiel vor 3500 Zuschauern im Stadion von Unterhaching mit 0:3.

Von den Junioren ging es in die zweite Mannschaft des VfL Bochum. Dann folgte 2008 der Sprung in die Türkei zu Ankara Keciorengücü in die 2. Liga. Er war Profi. Nach Deutschland kehrte er 2010 nach Ahlen zurück, dann folgte der Goslarer SC, ehe er bei Roland Beckum landete. Von dort zog Suri Ucar in den Castrop-Rauxeler Stadtteil Schwerin. Der Weg zur Spvg war nicht mehr weit.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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