Vor Jahren kickte neben der SG Castrop auch die SG Adler Rauxel im Stadion an der Bahnhofstraße. Der Verein Adler löste sich 2015 auf. Fortan waren die Castroper alleiniger Nutzer des Stadions. © Jens Lukas
Meinung

Sportplatz-Frage: Zwei vernünftige Signale nach 16 Jahren

Der VfR Rauxel möchte aus dem Waldstadion ausziehen und bei der SG Castrop ins Stadion Bahnhofstraße einziehen. Wie das einzuordnen ist, dazu hat unser Autor eine eigene Meinung.

Im Jahr 2005 hatten die Sportwissenschaftler der „Internationalen Vereinigung für Sport- und Freizeiteinrichtungen“ (IAKS) die Sportstätten in Castrop-Rauxel unter die Lupe genommen. Dabei fielen mehrere der Plätze durch. Das Prädikat „Überflüssig“ bekamen die Plätze in Dingen, Pöppinghausen, Habinghorst, Henrichenburg und auch in Rauxel, wo der VfR beheimatet ist.

Die Stadtverwaltung überlegte damals, welche Plätze geschlossen werden sollten – und forderte die Vereine auf, über Fusionen nachzudenken. Bis zum Weggang des SV Dingen von der Westheide passierte allerdings nichts. Stand heute gibt es in Castrop-Rauxel den Luxus von 12 Plätzen für 14 Vereine.

Da ist es tatsächlich 16 Jahre nach der Ermahnung jetzt ein Zeichen der Vernunft, wie einige Vereinsverantwortlichen entscheiden. Die Spielgemeinschaft und angepeilte Fusion von Victoria Habinghorst mit den SF Habinghorst/Dingen war das erste Signal. Und jetzt zeigte der 113 Jahre alte VfR Rauxel, dass er in seinem hohen Alter noch lern- und wandelfähig ist.

Die Rauxeler verzichten auf ihr Waldstadion an der Vördestraße und lassen sich auf eine Nachbarschaft auf einem Platz mit der SG Castrop ein.

Das macht auch Sinn. Denn jeden zweiten Sonntag lag in der Vergangenheit das Stadion an der Bahnhofstraße brach. Die SG-Teams spielten auswärts. Und auch an den Wochentagen ist Trainings-Platz und -Zeit für das eine Senioren-Team des VfR. Das sieht man am so genannten „Winterfahrplan“ der Stadtverwaltung. Denn das Sportamt gibt in den dunklen Monaten neben den SG-Mannschaften auswärtige Clubs im Stadion Trainingstermine.

Jetzt ist es an den weiteren Vereinsfunktionären, sich über den Ist-Zustand ihres Clubs und der benachbarten Vereine vernünftige Gedanken zu machen. Denn da sind noch einige Kooperationen möglich – und auch dringend nötig.

Über den Autor
Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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