In der Saison 2019/20 gehörte ein Spieler (am Ball) einem Landesliga-Team an - und kommt jetzt zur SG Castrop. © Michael Steyski
Fußball-Bezirksliga

SG Castrop bekommt jede Menge Neuzugänge – auch einen Landesliga-Spieler

Es tut sich etwas beim Bezirksliga-Schlusslicht SG Castrop. Die Castroper vermelden die Namen von fünf Neuzugängen. Einer der Fußballer könnte schon jetzt eingesetzt werden.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass bei den Fußballern der SG Castrop Krise angesagt ist. Denn die Bezirksliga-Mannschaft steht mit nur 3 von 18 möglichen Punkten während des Lockdowns am Tabellen-Ende. Aber nicht nur die nur drei Punkte Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz stimmen Marc Dittloff optimistisch.

Der Sportliche Leiter der SG sah sein Team vor der Zwangspause im Aufwind. Er betont: „Wir waren auf dem richtigen Weg. Man darf nicht vergessen, dass uns davor wochenlang stets acht Stammspieler verletzt gefehlt haben. Das kann man nicht so einfach kompensieren.“

Sportlicher Leiter glaubt an Annullierung der Saison

Dittloff glaubt zudem, dass die Saison für sein Team durch einen Abbruch und eine Annullierung der Spielzeit ein gutes Ende nehmen wird. Gut gelaunt ist der Funktionär auch, weil er bereits fünf Neuzugänge für die Saison 2021/22 gefunden hat. Das Quintett habe „unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit der Mannschaft“ zugesagt, erklärt Marc Dittloff.

Vier der fünf Verstärkungen haben in ihrer Laufbahn bereits das SG-Trikot getragen. Ein Dreier-Pack bei dieser Rückholaktion stellen ehemalige Castroper Junioren dar: Stürmer Luca Seegers sowie die Verteidiger Arion Ajruli und Justin Zellmer. Das Trio kehrt vom VfB Waltrop II aus der Recklinghäuser A-Junioren-Kreisliga zurück zur Bahnhofstraße.

Dittloff berichtet: „Wir haben sie angeschrieben – und dabei festgestellt, dass sie wohl gar nicht nach Waltrop gegangen wären, wenn wir in Castrop ein A-Jugend-Team gehabt hätten.“ Luca Seegers, Stürmer, hatte bei der SG mit Luce Schneider „Tore am Fließband“ (Dittloff) geschossen. Arion Ajruli sei ein guter Linksverteidiger. Justin Zellmer habe Stärken als Innenverteidiger, so Marc Dittloff. „Die Drei haben sich zwei Wochen Bedenkzeit erbeten und haben dann bei den Senioren des VfB Waltrop abgesagt.“

Die SG Castrop hat zuletzt gute Erfahrung mit dem selbst ausgebildeten Nachwuchs gesammelt, meint Dittloff: „Florian Spiecker, Hannes Müller und Zouhir Akrifou sind gut eingeschlagen.“ Womöglich kehrt auch noch ein weiterer Youngster zurück, so Marc Dittloff. Aber nicht aus Waltrop.

Tim Keppler (weißes Trikot) spielte bereits für die SG Castrop, wie hier im Derby 2016 gegen den damaligen Aufsteiger Arminia Ickern. © Jens Lukas © Jens Lukas

Ebenfalls kein Unbekannter im Stadion an der Bahnhofstraße ist Tim Keppler. Der 25-Jährige stieg mit der SG 2016 in die Bezirksliga auf, kommt zurück vom FC/JS Hillerheide (Kreisliga A Recklinghausen). Marc Dittloff erklärt: „Unser Trainer Tino Westphal hatte immer Kontakt zu ihm und hat ihn angeschrieben. Wir hatten uns noch vor dem Lockdown mit ihm getroffen und seine Zusage bekommen. Tim hat richtig Lust, unter Tino zu spielen.“

Der Fünfte im Bunde der Neuzugänge ist Serkan Kalkan vom Landesligisten Westfalia Langenbochum. Die SG-Verantwortlichen waren auf ihn aufmerksam geworden, weil sein Bruder Okan Kalkan bereits für Castrop spielt. Zuletzt war Serkan Kalkan in Herten nicht mehr zum Zuge gekommen. Weshalb er im Falle eines Re-Starts auch direkt spielberechtigt wäre.

Serkan Kalkan kommt von Westfalia Langenbochum zur SG Castrop. © K_V © K_V

Vor dem Lockdown hatte sich der Offensivspieler das SG-Training angeschaut – und will auch kommen, wenn Castrop in die Kreisliga A absteigen sollte. Marc Dittloff sagt: „Serkan kann in der Offensive alles spielen. Er ist ein kleiner, wendiger Spieler. Durch ihn haben wir endlich im Sturm auch Optionen.“

Obwohl im Stadion an der Bahnhofstraße die Rote Laterne des Bezirksliga-Letzten hängt, sei die Stimmung im Team gut, betont Marc Dittloff: „Wir haben gute Gespräche für die neue Saison geführt. Aktuell sind es nur drei Spieler, die noch überlegen, ob sie bleiben.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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