Christopher Muszynski ist neuer Trainer des RSV Holthausen. © Hermann Klingsieck
Fußball-Kreisliga B

RSV Holthausen: Trainer-Neuling tritt Favoritenrolle trotz Verstärkungen an andere Teams ab

Nur einen Steinwurf von der Castrop-Rauxeler Stadtgrenze entfernt, gibt es auf Herner Gebiet den RSV Holthausen. Der Klub meldete in der Vergangenheit stets hohe Ambitionen an. Und jetzt?

Auf Kohle geboren. Stolz verkündet Rasensport 1927 Herne-Holthausen auf der Homepage die Wurzeln des Vereins. Wenngleich „Rasensport“ befremdlich klingt. Denn Holthausen spielt an der Bladenhorster Straße auf roter Asche. Trotz dieses Handicaps konnte der Sportliche Leiter Frank Eppler elf Neuzugänge vorstellen.

Holthausens neuer Trainer betreut erstmals ein Senioren-Team

Mit drei Mannschaften steigt der RSV Holthausen in den Spielbetrieb der Saison 2021/22 ein – beachtlich für einen B-Kreisligisten. Von elf Neuzugängen sind sechs Spieler für das Team eingeplant, das mit Christopher Muszynski auch einen neuen Trainer bekommen hat.

Für den Trainer ist es die erste Station im Seniorenfußball. Trotz seiner erst 27 Jahre bringt er jedoch schon zehn Jahre Trainer-Erfahrung ein aus dem Jugendfußball beim VfB Börnig, DSC Wanne und erneut VfB Börnig. Muszynski ist Inhaber der B-Lizenz.

Der RSV Holthausen (schwarze Trikots) kam im Testspiel beim A-Kreisligisten SuS Merklinde nach einem 0:3 zu einem 3:3. © Hermann Klingsieck © Hermann Klingsieck

Christopher Muszynski hat in den ersten Wochen in Holthausen bereits festgestellt: „Seniorenfußball ist eine andere Herausforderung als Juniorenfußball.“ Er müsse mit den Spielern ganz anders umgehen. Und: „Es macht großen Spaß.“

Der neue Trainer ist positiv überrascht worden, von dem, was er beim RSV Holthausen vorgefunden hat. „Die Spieler ziehen alle gut mit, sind engagiert – und haben Bock auf Fußball.“ Dass der RSV in der Kreisliga B zu den Topfavoriten zählt, bestätigte das Team im Testspiel bei SuS Merklinde (Kreisliga A), als aus einem 0:3 noch ein 3:3 wurde.

Von Topfavorit möchte Trainer Muszynski trotzdem nichts wissen: „Wir wollen oben mitspielen. Wenn es der Aufstieg wird, wäre es umso schöner.“ Der Coach sieht in der Spvg Horsthausen II („Die haben sich gut verstärkt“) und dem SV Wacker Obercastrop II die stärkste Konkurrenz. Christopher Muszynski erklärt: „In den Topspielen können sich diese beiden Mannschaften aus dem Kader der Westfalenliga und Landesliga mit Spielern verstärken.“

Dass er selbst einen guten Kader beisammen hat, will Muszynski nicht abstreiten. In der RSV-Mannschaft gibt es auch einige Spieler mit Castrop-Rauxeler Vergangenheit. Die Familien Rupieper und Geduttis gleich jeweils im Doppelpack. Dazu noch Timo Springwald.

Und dann gibt es die neuen Spieler im Kader des B-Ligisten. Der „Königstransfer“ ist Justin Knasiak vom Landesligisten SV Wanne 11. Dieser offensive Mann ist der Wunschspieler des Trainers. Beide haben schon in der DSC-Jugend zusammen gearbeitet. „Mit der Wanner U19 sind Justin als Spieler und ich als Trainer in die Landesliga aufgestiegen.“ Beim RSV Holthausen kommt es zum Wiedersehen.

Es gibt aber noch weitere fünf Neuzugänge beim RSV Holthausen. Daniel „Rocket“ Rak ist einer für die Außenbahnen und zudem ein Mentalitätsmonster. Eray Karatag (VfB Börnig U19) ist ein Defensiv-Allrounder. Leon Janke ist Torwart und kommt vom A-Ligisten FC Marokko Herne. Justin Pollesch (SC Constantin Herne) soll die Abwehr verstärken. Cagatay Üstünel ist im Mittelfeld gut aufgehoben.

In der Vorbereitungsphase bis zum Saisonstart muss Trainer Muszynski nun eine Mannschaft formen aus alten und neuen Spielern, um in den Punktspielen das Lob von Merklindes Trainer Björn Brinkmann („Holthausen ist eine gute Truppe“) und Schwerins Dennis Hasecke („Das ist keine Kreisliga-B-Mannschaft“) dann zu bestätigen.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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