Fatmir Ferati (am Ball) gewann im Jahr 2017 das Kreispokal-Endspiel mit Westfalia Herne gegen Wacker Obercastrio (hier mit Moritz Budde). Jetzt spielt Ferati für einen Castrop-Rauxeler Verein. © Jens Lukas (Archiv)
Fußball

Mit Video: Oberliga-Spieler Fatmir Ferati spielt jetzt für Castrop-Rauxeler Klub

Die Fans eines Castrop-Rauxeler Fußball-Vereins können sich freuen. Edel-Techniker Fatmir Ferati, der zuletzt beim Oberligisten SV Schermbeck unter Vertrag stand, spielt für ihren Verein. Er stellt sich im Video vor.

Fatmir Ferati hat den SV Schermbeck nicht im Streit verlassen. Ganz im Gegenteil, betont der 29-Jährige, der vor einem Jahr als Neuzugang mit dem Prädikat „Edeltechniker“ gefeiert wurde, sagt: „Ich habe hier wirklich echte Freunde gefunden.“

Mit Zaskoku in einem Team in Wattenscheid, Herne, Kray und Straelen

Der Mittelfeldspieler, der einst zum Zweitliga-Kader von Hannover 96 gehörte und für die albanische U21-Nationalmannschaft spielte, möchte deutlich kürzertreten. Aus beruflichen Gründen. Daher hat er sich dem VfB Habinghorst in der Kreisliga A. VfB-Spieler Fatlum Zaskoku, sein Weggefährte bei der SG Wattenscheid 09, Westfalia Herne, FC Kray und SV Straelen, hat um ihn geworben.

Und auch VfB-Altherrenspieler Frank Juchems, der bereits Zaskoku vom Regionalligisten Straelen in den Habichthorst geholt hat, hat sich als guter Freund von Ferati um diesen bemüht. Fatmir Ferati betont: „Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Vorsitzenden Gordon Schwarze und Patrick Schwarze. Das Gesamtpaket mit der sportlichen Perspektive und dem Umfeld des Vereins hat mich überzeugt. Jetzt, wo ich mit Fußball nicht mehr mein Geld verdiene.“

Beim Testspiel des VfB Habinghorst beim SV Wacker Obercastrop II sah Neuzugang Fatmir Ferati (2.v.l.) sein neues Team erstmals in Aktion. Über seinen Wechsel nach Castrop-Rauxel freuen sich der 2. Vorsitzende Patrick Schwarze (l.), Trainer Marc Olschewski (2.v.r.) und Frank Juchems (r.), der mithalf, Ferati für den VfB zu gewinnen. © Jens Lukas © Jens Lukas

Deshalb passt der Mittelfeldspieler in das VfB-Projekt. Zumal der 1. Vorsitzende Gordon Schwarze sagt: „Wir zahlen keine Gehälter und haben auch keine Vertragsamateure.“

Ferati arbeitet bei einer Firma, die Alarmsysteme verkauft, und kann daher nicht garantieren, dass er viermal pro Woche trainieren kann. In Schermbeck habe er daher keine Ansprüche anmelden wollen, wenn er es nur zweimal zum Training geschafft hätte. Das würde immer dann passieren, wenn sich der Arbeitstag durch Termine verlängert.

Anders sieht es in Habinghorst aus. Dort stehen zwei Einheiten pro Woche an. Das könne er schaffen – mit der Anfahrt aus Gelsenkirchen über die A2. Der 29-Jährige erklärt: „So kann ich am Wochenende spielen. Denn ganz aufhören möchte ich noch nicht. Dafür liebe ich den Fußball zu sehr.“

Hat auch in der Kreisliga Spaß am Fußball: Fatmir Ferati. © Jens Lukas © Jens Lukas

Für Hannover 96 II, Fortuna Düsseldorf II, SG Wattenscheid und SV Straelen kommt Fatmir Ferati auf 33 Regionalliga-Einsätze. Vor allem bei Westfalia Herne in der Westfalenliga und Oberliga gehörte er von 2014 bis 2018 zu den Leistungsträgern in der Mannschaft von Trainer Knappmann – und erzielte in 92 Spielen 58 Treffer.

Ein Karriere-Höhepunkt war für Fatmir Ferati sein Einsatz für die albanische U21-Nationalmannschaft beim 0:0 gegen Mazedonien. Damals waren 15.000 Zuschauer im Stadion, darunter auch seine Familie. Ferati erklärt: „Das war schon ein tolles Gefühl, wenn alle die Nationalhymne singen. Das kann ich mit Stolz sagen – obwohl ich die deutsche Staatsangehörigkeit habe und mich hier in meiner Heimat sehr wohlfühle.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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