Michael Wurst, Trainer des FC Castrop-Rauxel, ist auch Musiker sowie Stadionsprecher beim VfL Bochum. © Jens Lukas
Fußball-Bezirksliga

Michael Wurst wandelt wieder zwischen Fußball-Welten: Borussia Dortmund und SuS Olfen

Michael Wurst ist bekannt als „Hansdampf in allen Gassen“, als Musiker Entertainer, Fernseh-Star. Er lebt in der Fußballszene quasi in zwei Welten, von der 1. Bundesliga bis hinunter zur Bezirksliga.

Man muss sich schon wundern, wie es der frühere Regionalliga-Fußballer Michael Wurst zeitlich in den Griff bekommt, seine vielseitigen Tätigkeiten unter einen Hut zu bekommen. Er ist ein „Hansdampf in allen Gassen“. Wie macht er das?

Bundesliga-Einsatz hat Vorrang vor der Bezirksliga

Michael Wurst ist Familienmensch, Musiker, betreibt Entertainment bis ins Fernsehen und lebt quasi in zwei Fußballwelten. Michael Wurst hat als Stadionsprecher des VfL Bochum in der 1. Bundesliga und als Trainer des FC Castrop-Rauxel in der Bezirksliga vom Grund her ganz verschiedene Aufgaben zu bewältigen.

Dass es da an den Spieltagen zu Überschneidungen kommen kann, ist klar. Einige Male ist es schon passiert, dass der 46-Jährige seiner Pflicht sonntags in Heimspielen beim VfL Bochum nachkommen musste, während sein FC Castrop-Rauxel auch um Punkte spielte. Zum Glück ist dieser Zusammenprall zweier Fußballwelten im Jahr 2021 nicht mehr gegeben. Wurst erzählte: „Der VfL hat jetzt keinen Sonntagstermin mehr.“ So kann er auch ganz gelöst den Saison-Höhepunkt am Samstag, 11. Dezember, gegen Borussia Dortmund moderieren – und tags darauf seinem Trainerjob gegen SuS Olfen nachgehen. Auch beim abschließenden Match gegen den VfL Kemminghausen (12. Dezember) kommt niemand in die Quere.

Das vergangene Wochenende beschreibt der Ex-Spieler und Trainer des FC Frohlinde als „optimal“. Am Samstag, 27. November, konnte er den 2:1-Sieg seines VfL Bochum im Stadion an der Castroper Straße gegen den SC Freiburg mit seiner Stimme begleiten, tags darauf – am 1. Advent – strahlte er mit der ersten Kerze um die Wette. Auf der Trainerbank des FC Castrop-Rauxel gab es einen 1:0-Sieg gegen BW Huckarde in der Bezirksliga zu bejubeln.

Es ist ein Riesensprung von der 1. Liga bis zur Bezirksliga. Und am Mittwoch, 1. Dezember, geht es nochmals eine Stufe herunter. Im Kreispokal-Viertelfinale treten die Castrop-Rauxeler an der Bergstraße beim Kreisliga-A-Fünften BV Herne-Süd an. Coach Wurst schätzt die Herner als „sehr stark“ ein und verweist auf ihre Offensive, die in 12 Spielen 41 Tore erzielt hat.

Personell ist noch nicht alles klar. Es könnte sein, dass am Mittwochabend um 19 Uhr einige Spieler beruflich verhindert sind. Michael Dschaak darf dabei sein. In der Bezirksliga hat der Offensivspieler nach einer Roten Karte drei Partien seiner Sechs-Spiele-Sperre abgesessen. „Im Pokal kann er aber eingesetzt werden“, sagte Wurst.

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Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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