Der Rauxeler Marc Kruska feiert im November 2004 sein Bundesliga-Debüt im Trikot von Borussia Dortmund und kam am abschließenden Saisonspieltag zu seinem ersten Bundesliga-Treffer. Der heute 32-Jährige spielt in der neuen Saison für den VfB Habinghorst in der Kreisliga A. © Jens Lukas
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Marc Kruska schaut einem Kumpel beim Bodycheck im Internet zu

Durch den Lockdown ist auch den Castrop-Rauxeler Sport-Fans, die nicht den Bundesliga-Clubs nachjagen, der Stadion-Spaß vergangen. Ein Ex-Profi erklärt, wie er einem Verein verbunden bleibt.

Der Castrop-Rauxeler Marc Kruska war von 2006 bis 2019 Fußball-Profi. Unter anderem bei Borussia Dortmund. Der Rauxeler ist allerdings nicht nur auf Fußball geeicht. Er erklärt: „Als kleiner Junge bin ich mit meinem Vater überall hingefahren, wo es Sport gab, egal welchen.“

Freundschaft mit dem Kapitän

So kam es, dass sich der kleine Marc nicht selten in der Eissporthalle im Gysenbergpark auf die Tribüne stellte. Damals spielte der Herner EV unter anderem in der 2. Bundesliga. Durch die vielen fernen Profi-Stationen wie etwa Energie Cottbus wurden Kruskas Besuche rar.

Aber jetzt, der 33-jährige Marc Kruska wohnt wieder in Castrop-Rauxel, ist die Liebe zum HEV wieder neu entfacht. Nicht zuletzt, weil BVB-Fan Michel Ackers, Kapitän und Nummer 91 der Herner, ein Kumpel von Kruska ist.

Damit nicht genug: die aktuellen HEV-Spieler Björn Linda (Torhüter) und Nils Liesegang hatte der Castrop-Rauxeler in seiner Zeit beim FSV Frankfurt (2. Liga) und deren Station bei den Löwen Frankfurt kennengelernt. Kruska: „Damals gab es ein Projekt der FSV-Stadionzeitung. Mit dem Thema, welche Sportarten wir gut finden. Dadurch gab es ein Reportage mit mir und den Eishockeyspielern.“

Marc Kruska (l.) ist befreundet mit dem Kapitän des Herner EV: Michel Ackers (r.). © privat © privat

Bis zum Abbruch der Saison 2019/20 war Marc Kruska recht oft in der Hannibal-Arena – wie auch einige Castrop-Rauxeler, die HEV-Fans sind. Wie etwa Patrick Fritz (VfB Habinghorst), Kevin Heyden (vormals SG Castrop und Schwerin) und dem ehemaligen Frohlinder Juniorenfußball-Coach Thomas Huch.

Aktuell verfolgen die Fans die Partien des Herner EV im Internet auf der Plattform sprade.tv – dort gibt es Livestreams. Marc Kruska: „Ja, da lege ich derzeit auch mein Geld an.“

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Eishockey-Oberliga: Herner EV – Krefelder EV 2

Am Sonntag (17. Januar) sah Kruska im Internet, wie sein Freund Michel Ackers sich mit Bodychecks Respekt bei den Spielern vom Krefelder KV 2 verschaffte. Der Herner EV holte sich durch einen 8:1 (0:0/2:1)-Sieg gegen die Reserve des DEL-Clubs den zweiten Oberliga-Platz zurück. Aktuell hat der Spitzenreiter Hannover Scorpions kaum einholbare elf Punkte Vorsprung.

In der Begegnung mit Krefeld neutralisierten sich beide Teams im ersten Drittel. Die wenigen Tormöglichkeiten vereitelten Die Keeper Jonas Neffin (Herne) und Sebastian Staudt (KEV). Im zweiten Abschnitt nutzten die Herrner direkt ihre erste Überzahlmöglichkeit. Ein Schuss von Nico Kolb wurde für Staudt unglücklich abgefälscht (24.). Keine zwei Minuten später schloss Patrick Asselin eine Kombination über Marcus Marsall und Denis Fominych zum 2:0 ab.

Krefeld Der KEV kam durch Martin Mahkovec in Überzahl zum 1:2. Im letzten Abschnitt machte Herne es dann deutlich. Marcus Marsall (2), Rene Behrens, Colton Kehler (von der Strafbank kommend), Nico Kolb (in Unterzahl) zum 6:1 (50.) und Dominik Piskor schraubten das Ergebnis auf 8:1 hoch.

HEV-Trainer Danny Albrecht bilanzierte: „Unsere Special Teams waren heute sehr gut, wir haben ordentlich in Unterzahl gearbeitet und hatten am Ende der Partie dann in unseren Abschlüssen auch die nötige Konsequenz.“

Herne gleicht nach 1:4 zum 4:4 aus – und verliert

Zwei Tage vor dem Krefeld-Spiel hatten die Herner bei der EG Diez-Limburg mit 4:5 (1:1/1:3) verloren. Dabei war der HEV durch Richard Mueller mit 1:0 in Führung gegangen. Danach gerieten das Albrecht-Team mit 1:4 in Rückstand. Binnen neun Minuten konnten Patrick Asselin (2) und Nils Liesegang auf 4:4 stellen. Die Gastgeber hatten jedoch das Glück auf ihrer Seite – mit einem Sonntagsschuss von Kapitän Kevin Lavallee.

„Wir waren vor dem Tor nicht effizient genug. Die Chancen waren da, die Partie hätte auch 9:5 für uns ausgehen können“, ärgerte sich HEV-Coach Danny Albrecht.

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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