Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Reinhold Spohn (r.) die Bundesverdienstmedaille für sein Engagement verliehen. Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda überreichte sie am 30. Juni im Ratssaal des Rathauses. © Stadt Herne
Fußball

Kreisvorsitzender Spohn erhält Medaille aus Berlin – mit Glückwunsch von Laschet

Die Bundesverdienstmedaille wird von Bundespräsidenten an Menschen verliehen, die sich sozial, ehrenamtlich, oder um Höchstleistungen verdient gemacht haben. Jetzt hat auch ein heimischer Funktionär diese Auszeichnung.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Reinhold Spohn, dem Vorsitzenden des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel, die Bundesverdienstmedaille für sein jahrzehntelanges Engagement im Amateurfußball verliehen. Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda überreichte Spohn diese hohe Auszeichnung am 30. Juni im Ratssaal des Herner Rathauses.

Laudatio vom Bürgermeister mit Lob in höchsten Tönen

In der Laudatio betonte Dr. Dudda: „Durch ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement haben Sie vor allem im sportlichen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben. Ihr persönlicher Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit ist vorbildlich und beispielhaft.“

„Diese Auszeichnung hat mich sehr gefreut“, sagt Reinhold Spohn in aller Bescheidenheit. Das Bundesverdienstkreuz ist letztlich auch die verdiente Würdigung für die gute ehrenamtliche Arbeit von Spohn in einer Vielzahl von Ehrenämtern im Fußballkreis und westfälischen Verband. Spohn betont: „Ohne die Unterstützung meiner Frau wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Einsätze auf dem Tennisplatz

Wer im Fußball derart viel im administrativen Bereich zu tun hat, bleibt diesem überhaupt Zeit für andere Dinge? „Auf jeden Fall. Ich spiele zum Beispiel noch einmal pro Woche Tennis – was ich mir auch nicht nehmen lasse.“ Und auf Fußballplätzen ist der 67-Jährige sonntags oft zu Gast: „Ich bin als Staffelleiter häufig bei Oberliga-Spielen – gehe aber auch gerne auf Plätze in unteren Spielklassen.“

In Castrop-Rauxel sei er zuletzt beim Kreispokal-Endspiel auf dem Sportplatz von Wacker Obercastrop gewesen. Obwohl er nun Träger der Bundesverdienstmedaille ist, hat Reinhold Spohn längst noch nicht das Ende der Fahnenstange seiner ehrenamtlichen Arbeit erreicht. „So lange mir alles weiter Spaß macht, höre ich auch nicht auf.“

Bei der Frage, welche denn die schönste Zeit gewesen sei, bleibt Spohn diplomatisch: „Irgendwie war jede Zeit schön mit den für sie speziellen Herausforderungen.“ Die vergangenen beiden Jahre mit der Corona-Pandemie sei jedoch eine anstrengende Zeit gewesen. Reinhold Spohn hofft, dass „die neue Saison etwas ruhiger verläuft als die letzten beiden“, befürchtet aber: „Corona ist nicht weg – daher weiß niemand zu sagen, was noch kommen könnte.“

Bei seinem aktuell letzten Besuch eines Castrop-Rauxeler Fußballplatzes überreichte Reinhold Spohn (l.) den Kreispokal an Wacker-Kapitän Moritz Budde. © Volker Engel © Volker Engel

Alle fußballerischen Ehrenamts-Tätigkeiten von Reinhold Spohn aufzuzählen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Die Anfänge lagen Mitte der 1980er-Jahre beim Fußballklub ESV Germania Herne – als Geschäftsführer. Im Jahr 1989 begann die Ära des inzwischen 67-Jährigen im Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel als Beisitzer in der Kreisspruchkammer. Der Sprung zum Fußballkreis-Vorsitzenden im Jahr 2001 war nur die logische Konsequenz.

Auch im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) arbeitete Spohn alsbald in Arbeitsgruppen und Kommissionen mit. Aktuell ist er der Vorsitzende des Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA) – und das schon seit 2010. Im Vorstand es Westdeutschen Fußballverband ist er Beisitzer.

Tätigkeiten als Staffeleiter in der NRW-Liga, der Oberliga Westfalen (seit 2013) und der Regionalliga West (seit 2019) runden das fußballerische Spohn-Profil ab. Zudem arbeitete er im Stadtsportbund Herne als Beisitzer und stellvertretender Vorsitzender. Seit 2016 ist er dort im Vorstand für die Mitgliederbetreuung zuständig. Der Herner Fachschaft Fußball steht er vor.

Glückwünsche aus Düsseldorf

„Das ist beeindruckend – ein ganz bemerkenswertes Engagement. Ich gratuliere Ihnen zu dieser außergewöhnlichen Auszeichnung“, resümierte Hernes Oberbürgermeister Dr. Dudda beim Ehrungs-Akt und überbrachte auch Glückwünsche von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Regierungspräsident Hans-Josef Vogel.

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Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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