Lang, lang ist es her, dass in der Korfball-Regionalliga gespielt wurde. Im Januar 2020 traf der KV Adler Rauxel (gelbe Hemden) im Topspiel auf den TuS Schildgen. Die Saison 2019/20 wurde Mitte März komplett abgebrochen. Bislang gab es in der Saison 2020/21 zwei komplette Spieltage. © Jens Lukas
Korfball

Korfballer sehen Licht am Ende des Corona-Tunnels

Es tut sich was beim Korfball. Zwar ist die Hallensaison 2020/21 längst zu den Akten gelegt, doch für den Sommer gibt es einen Outdoor-Plan.

Die Verantwortlichen des deutschen Korfballs gehörten zu den ersten Vertretern der Sportarten, die die Konsequenzen aus dem zweiten Lockdown gezogen haben. Sie bliesen am 19. Januar die Saison 2020/21 ab und annullierten sie komplett. Das bedeutet: Anders als am Ende der Abbruch-Saison 2019/20 gab es diesmal keine Meister.

Training per Zoom bei den Senioren – Kids erhalten Bälle

Jetzt ruhen die Hoffnungen im Korfball auf die Hallensaison 2021/22, die traditionell Ende August oder Anfang September beginnt. Doch einfach wird der Re-Start nicht. Da ist sich Bastian Held, Vorsitzender des Deutschen Meisters KV Adler Rauxel sicher.

Es werde schwierig, wieder in den Tritt zu kommen, andererseits dürfe man jetzt auch nicht alles totreden, erklärte Held. Im Sommer könnte es sogar zu „organisierten Freundschaftsspielen“ kommen. Natürlich alles unter freiem Himmel.

Probleme mit Austritten und Abmeldungen aus dem Verein gibt es nicht beim KV Adler Rauxel. Das seien die Vorteile, wenn man ein kleiner Verein sei, kein Vereinsheim zu unterhalten habe und die laufenden Kosten minimal seien, so Held. Der Vorsitzende spricht von einer engen Bindung, die die Mitglieder zum Klub haben und von engagierten Trainern, die auch im Lookdown einiges auf die Beine stellen. Im Seniorenbereich wird per Zoom vor dem Computer trainiert und auch die Bindung zum Verein gehalten, im Nachwuchsbereich werden die Kids angeschrieben.

Der Adler-Vorsitzende Bastian Held (l.) und Jan Weber-Winkels vom KC Grün-Weiß (r) kümmern sich um die Überbrückung während des Lockdowns in ihren Vereinen. In der Vergangenheit hatten sich die beiden Klubs sogar auf eine Spielgemeinschaft geeinigt. © Volker Engel © Volker Engel

Temperaturen müssen stimmen, dann wird draußen trainiert

„Zuletzt haben wir im Nachwuchsbereich zahlreiche Bälle ausgegeben, mit denen trainiert werden kann. Denn im Gegensatz zur allgemeinen Meinung ist Korfball keine reine Hallensportart. „Wenn es die Temperaturen erlauben, ist Outdoor-Training mit dem entsprechenden Abstand absolut möglich“, erklärt Held.

Trotz aller Aktivitäten kann sich der Vorsitzende vorstellen, dass es bei einer weiter anhaltenden Spielpause doch zu Abmeldungen kommt. „Einigen wurde ja eine komplette Saison geraubt. Da ist es durchaus realistisch, dass sich der oder die ein oder andere von unserem Sport verabschiedet.“

Viel Besuch bekam der Nikolaus beim Drive-In des KC Grün-Weiß auf dem Pausenhof der ehemaligen Janusz-Korczak-Gesamtschule. © Familie Saße (GW) © Familie Saße (GW)

Der KC Grün-Weiß plant Oster-Drive-In für die Kinder

Etwas Hoffnung verspricht Jan Weber-Winkels vom KC Grün-Weiß Castrop-Rauxel, der sich im DTB um das Wettkampf- und Schiedsrichterwesen der Korfball-Ligen kümmert. Die Überlegungen, im Sommer etwas auf die Beine zu stellen, seien ganz frisch, so Weber-Winkels. Nach seiner Aussage könnte der Verband „organisierte Freundschaftsspiele“ austragen lassen.

Natürlich alles draußen, das Thema Halle sei durch. „Wir sind schließlich durchaus auch eine Outdoor-Sportart“, unterstreicht Weber-Winkels. Für Ostern haben die Grün-Weißen wie schon zu Weihnachten eine Aktion für die jüngeren Mitglieder geplant – ein Oster-Drive-In für Kinder. Diese kommen dann mit den Eltern per Auto und erhalten Geschenke.

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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