Bis zum 8. März 2021 waren die Castrop-Rauxeler Fußballplätze, wie hier jener an der Frohlinder Brandheide, gesperrt. Nach der Sperre dürfen zunächst Kinder bis zu 14 Jahren wieder trainieren. © Jens Lukas
Meinung

Kinder bis 14 Jahren dürfen kicken – Bitte keine Neid-Debatte!

Die Minikicker bis C-Junioren dürfen nach den März-Lockerungen wieder auf die Fußball-Plätze. Jetzt sind die Vereinsverantwortlichen in verschiedenen Aufgaben gefordert, meint unser Autor.

Mer muss och jünne künne! Oder besser das Kölsche Sprichwort auf Hochdeutsch: Man muss auch gönnen können!

Und genau dieser Slogan steht in den kommenden Tagen und wohl auch Wochen auf dem Prüfstand. Denn Kinder im Alter bis zu 14 Jahren dürfen nach einer ersten Lockerung der Coronaschutzbestimmung ab 8. März in Gruppen bis zu 20 Kids unter freiem Himmel Sport treiben. Was vorrangig wohl die Nachwuchsfußballer freuen wird.

Wer 15 Jahre alt ist oder älter, schaut in die Röhre. Die Verantwortlichen der Vereine sind jetzt doppelt gefragt: Sie müssen alle bürokratischen Dinge für den Trainings-Neustart regeln. Und auch als Diplomaten sind sie gefragt. Denn es liegt ja offenbar den Deutschen in den Genen: Bei gefühlter Ungleichbehandlung lässt eine Neid-Debatte nicht lange auf sich warten.

„Warum dürfen die und ich nicht?“ Diese Frage darf sich aber nicht stellen. Denn wer Kindern das Fußball-Spielen neidet, ist nicht weit davon entfernt, den Kleinen ihr Weihnachtsgeschenk nicht zu gönnen. Und das ist ein No-Go!

Über den Autor
Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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