Während andere Teams zu mehr als zehn Partien im Kalenderjahr 2020 kamen, mussten sich die Bezirksliga-Fußballer der Spvg Schwerin nur zu acht Punktspielen. © Volker Engel
Fußball-Bezirksliga

Kaum ein Team bekam 2020 weniger Gelegenheiten als die Spvg Schwerin

Das Corona-Jahr 2020 hat dem Sport viel Geduld abverlangt - dem Fußball allemal. Von Zufriedenheit kann keine Rede sein nach dem Saison-Abbruch im März und dem zweiten Lockdown am 1. November.

Durch mehrere lange Corona-Pausen ist es schwer, für die Castrop-Rauxeler Fußball-Teams jeweils ein Jahres-Fazit zu ziehen. Jede Mannschaft hat die zwölf Monate von 2020 anders erlebt.

So auch Bezirksligist Spvg Schwerin, der Saison übergreifend nur acht Mal um Punkte kicken durfte – mit vier Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Dabei fielen 17:13 Tore. Alle weiteren Spiele fielen Corona zum Opfer, ab dem 15. März sowie nach Anpfiff der Saison 2020/21 durch Spielausfälle und ab dem 1. November durch einen erneuten Lockdown.

Platz sieben im Februar 2020, beim Abbruch und im 2. Lockdown

Die Zahl 7 zieht sich bei den Schwerinern wie ein Roter Faden durch das Jahr 2020. Tabellenplatz sieben war es im Februar nach der Winterpause, ebenso im März beim Corona-Saison-Abbruch, wie auch beim zweiten Lockdown am 1. November – hier jedoch mit Tendenz nach oben.

Schon im Februar nach der Winterpause hatte die Spvg Schwerin mit dem Meistertitel nichts mehr zu tun: Erler SV und FC Marl waren enteilt. Auch im Kreispokal gab es das Aus schon im Viertelfinale mit 6:7 nach Elfmeterschießen gegen den Landesligisten FC Frohlinde.

Die zweite Meisterschafts-Hälfte war von kurzer Dauer. Gegen SF Stuckenbusch wurde 3:4 verloren. Es folgten das 1:1 gegen den VfB Hüls und ein 2:0-Derbysieg bei der SG Castrop. Danach brach der Fußball- und Leichtahletik-Verband Westfalen (FLVW) den Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie ab – mit Aufsteigern und ohne Absteiger.

Schwerins Trainer Dennis Hasecke bekam durch einige Spielausfälle Sorgenfalten. © Volker Engel © Volker Engel

Diese hohe Aufsteiger-Zahl sorgte vor der Saison 2020/2021 dafür, dass die Bezirksliga um zwei Staffeln auf 14 aufgestockt wurde. Mit der Konsequenz, dass Schwerin völliges Neuland betrat in Dortmund, Witten und dem südlichen Münsterland. Auch der Kader wurde stark verändert mit acht Zugängen und neun Abgängen. Wie sich zeigen sollte, mit Qualitäts-Gewinn.

Nach guter Testspielphase begann die Saison blöd: Das Auftaktspiel beim FC Roj fiel wegen eines Corona-Verdachtsfalls aus. Das Nachholspiel an einem Donnerstagabend ging mit 2:4 verloren. Es folgten drei Siege. Im Derby gegen FC Castrop-Rauxel (2:0) sowie gegen BW Huckarde (1:0) und VfL Kemminghausen (6:3). Am 11. Oktober folgte der letzte Schweriner Einsatz vor dem Lockdown am 1. November. Spitzenreiter FC Nordkirchen holte auf dem Berg ein sehr schmeichelhaftes 1:1 durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit.

Die Spiele gegen SuS Olfen, Mengede und TuS Stockum wurden durch Verdachtsfälle bei den Gegnern abgesagt. Am 31. Dezember 2020 blickte die Spvg Schwerin über zweieinhalb Monate ohne Punktspieleinsatz zurück. Und auch im Kreispokal gab es nur den Einsatz in Runde eins mit einem 5:1-Sieg beim SC Constantin Herne.

Personell veränderte sich Gravierendes: Das Trainerduo Dennis Hasecke/Marco Taschke wurde gesprengt. „Ohne, dass es Stress gab“, betonten beide. Taschke wollte eine Auszeit – trainiert nun die U17 des VfB Waltrop (Westfalenliga).

Vor dem Wiedereinstieg im Jahr 2021 zeigt die Tabelle in der Bezirksliga 9 ein schiefes Bild. Spitzenreiter ist der FC Nordkirchen mit 19 Punkten, jedoch drei Spielen mehr als Schwerin mit zehn Zählern. Trainer Dennis Hasecke resümierte zu Lockdown-Beginn: „Wir haben noch kein schlechtes Spiel gemacht.“

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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