Meinung

Juniorenfußball: Abwerbung der Castrop-Rauxeler Trainer durch den VfB Waltrop ist eine Auszeichnung

Der Castrop-Rauxeler Nachwuchsfußball liegt nicht danieder, ist aber weit von seinen Spitzen-Zeiten entfernt. Talente und Trainer verlassen die Stadt. Unser Autor hat eine eigene Meinung dazu.
Drei Castrop-Rauxeler Nachwuchs-Trainer füllen künftig den elektronischen Spielbericht in Waltrop aus. © Jens Lukas

Die SG Castrop und der FC Frohlinde müssen sich für die Saison 2021/22 nach neuen Nachwuchs-Trainern umschauen. Tim Kuit (FCF), Daniel Bedürftig und Peter Kluczniok (beide SG) verlassen die Clubs, in denen sie zu den Aushängeschildern der Übungsleiter gehören.

Der VfB Waltrop hat gerufen. Und die drei folgen dem Ruf. Auf den ersten Blick scheint nach der Flucht der talentierten Kicker in die Nachbarstadt auch jene der Coaches eingesetzt zu haben.

Mit weniger Polemik und einem ruhigen Blick auf die Fakten gibt es allerdings ein anderes Bild. Denn die Trainer sind nicht die ersten, die nach Castrop-Rauxeler Jahren in Waltrop gelandet sind. Das Abwerben kommt eher einer Auszeichnung gleich. Denn nicht zuletzt mit dem Fachpersonal aus der Europastadt haben die Waltroper Aufstiege in die und oberhalb der Bezirksliga geschafft. Und: Der VfB Waltrop hat in seinen Gefilden die Qualitäten, die kein Castrop-Rauxeler Verein aufbauen konnte: Kontinuität und Konstanz.

Die drei Nachwuchs-Trainer sollten jetzt nicht mit Schimpf und Schande aus Castrop und Frohlinde verabschiedet werden. Denn wenn die Trennung harmonisch vonstatten geht, kann es durchaus in ein paar Jahren zu einem Wiedersehen kommen. Dann würden die Clubs Übungsleiter bekommen, die mit neuer, unbezahlbarer Erfahrung heimkehren.

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