Der Computer und das Internet halfen dabei mit, dass sich ein Dortmunder Fußballer für die SG Castrop entschieden hat. © Jens Lukas
Fußball

Instagram-Post beschert SG Castrop einen neuen Stürmer

Den zweiten Neuzugang binnen einer Woche konnten am Karfreitag die Bezirksliga-Fußballer der SG Castrop gewinnen. Die SG profitierte davon, dass ein Neuling die Werbetrommel gerührt hatte.

Als einen Königs-Transfer gaben die Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten SG Castrop Ende März die Verpflichtung von Spielmacher Alexander Schmidt vom Dortmunder Liga-Rivalen RW Germania bekannt. Da ahnten sie noch nicht, dass sich diese Nachricht nochmals auf ihren Kader auswirken würde – positiv.

Stürmer kommt von Huckarde in das Stadion an der Bahnhofstraße

Am Karfreitag konnten der Trainer Tino Westphal und sein Sportlicher Leiter Marc Dittloff die nächste Verstärkung präsentieren: Stürmer Dominic Rose kommt vom Klassenkameraden Westfalia Huckarde in das Stadion an der Bahnhofstraße.

Dieser Wechsel hatte mit Alexander Schmidt zu tun, wie Dittloff berichtete: „Dominic hatte bei Instagram den Post von Alex gesehen. Dieser hatte dort die Nachricht abgesetzt, dass er zu uns kommt. Da hat Dominic Rose Kontakt mit uns aufgenommen – und wir haben ein gutes Gespräch geführt.“

Nach seinem Ja-Wort für die SG Castrop ließ sich Neuzugang Dominic Rose mit seinem Trikot ablichten. © SG Castrop © SG Castrop

Schmidt und Rose hatten bei der DJK SF Nette zusammengespielt und kennen sich aus dieser Zeit. Dominic Rose ist bei der SG Castrop kein unbeschriebenes Blatt, erklärte Dittloff: „Vor einem Jahr hat unser Torwart Pascal Heuser den Kontakt zu Dominic Rose hergestellt, weil wir einen Stürmer gesucht hatten. Beide kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in der Jugend von Mengede 08/20.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte Rose den Castropern aus beruflichen Gründen eine Absage erteilt.

Coach Tino Westphal erklärt: „Dominic ist ein mega-starker Stürmer. Er ist klein und wuselig. Ein weiteres Plus ist, dass er mit beiden Füßen schuss-stark ist.“ Nach der Verpflichtung von Rose sei bei der SG der Druck raus, weitere offensive Neuzugänge zu benötigen – mein Dittloff.

Tino Westphal ist recht euphorisch mit Blick auf die neue Mannschaft. Er betont: „Es werden sich in der kommenden Saison noch einige Mannschaften umschauen, weil sie uns unterschätzen. Wir sind deutlich stärker als in der aktuellen Saison, die unterbrochen ist.“ Ein kompletter Abbruch ihrer Saison samt Annullierung der Spielzeit würde der SG entgegenkommen. Denn die Castroper werden nach einem Fehlstart in der Tabelle als Schlusslicht geführt.

Westphal mag den Stab nicht über seinem aktuellen Team brechen. Er erklärt: „Es ist beeindruckend, wie sich meine Leute fithalten. Noch jetzt sind es bestimmt 70 Prozent der Spieler, die Läufe mit vielen Kilometern protokollieren und mir überliefern – obwohl ich derzeit wegen der ungewissen Lage gar keine Vorgaben setze.“ Sollte es überraschend zum Re-Start kommen, habe er keine Bedenken um die Fitness seiner Mannen, meint Westphal.

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Lokalsport Castrop-Rauxel
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Jens Lukas

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