Henrichenburgs Offensivspieler Joel Krawietz hatte gegen Westfalia Herne II nicht seinen besten Tag erwichst, setzt sich hier aber erfolgreich durch. © Hermann Klingsieck
Fußball-Testspiel

Henrichenburgs Hoffnungsträger steckte gegen Westfalia Herne II Familienfeier in den Knochen

Der TuS Henrichenburg hat sich in der Kreisliga B4 des Fußballkreises Recklinghausen große Ziele gesteckt.

Als zum TuS Henrichenburg der erst kurz zuvor „verlorene Sohn“ Joel Krawietz nach nur ein paar Trainingseinheiten bei Bezirksligist Spvg. Schwerin heimkehrte, war die Freude groß. „Joel ist ein Unterschiedspieler“, freute sich Trainer Alexander Schmottlach.

Im Testspiel gegen Westfalia Herne II hinkte der junge Fußballer dieser Erwartungshaltung des Trainers jedoch etwas hinterher. Schmottlach weiß warum: „Joel kam quasi direkt von einer Familienfeier.“ Daher stand der Fußballer auch nicht in der Startelf – wurde später aber eingewechselt.

Große Impulse gingen von Henrichenburgs Hoffnungsträger indes nicht aus. Joel Krawietz war der Mann für die Eckbälle, legte aber auch viel zu oft im Mittelfeld nur einen „Wandertag“ ein, und verhedderte sich bei Dribblings mehr als einmal.

„Ich weiß, dass Joel besser Fußball spielen kann als er es gegen Herne gezeigt hat. Das war die schlechteste Halbzeit, die ich je von ihm gesehen habe. Er hat wohl nicht viel geschlafen“, sieht Schmottlach in Joel Krawietz mehr Potenzial als er gegen Westfalia II auf den Platz gebracht hat.

Nach zwei Wochen Trainings-Knochenarbeit und eben der Familienfeier sei einmal eine schwächere Leistung jedoch kein Grund zur Panik. „Ich weiß, was meine Jungs können.“ Sorgen machen muss sich Trainer Schmottlach indes eventuell um seinen Torwart Robin Becker, der gegen Westfalia Herne II verletzt ausgewechselt werden musste (75.).

Was war passiert? Henrichenburgs Keeper hatte einen Ball sicher gehalten auf dem Boden liegend, als ein Herner Angreifer noch übermotiviert hart gegen ihn einstieg. Es folgte eine minutenlange Behandlung – und schließlich die Auswechselung, da nichts mehr ging. Von zwei Betreuern gestützt, humpelte Keeper Becker in die Kabine.

Schmottlach erklärt zum Stand der Verletzung: „Robin konnte sein Knie nicht mehr richtig durchdrücken. Ich befürchte Schlimmeres, hoffe aber, dass es nur eine leichtere Verletzung ist.“ Ein Arztbesuch von Torhüter Becker gleich am Montag (19. Juli) soll Gewissheit bringen.

Ein längerer Ausfall von Becker würde den TuS Henrichenburg hart treffen. Trainer Schmottlach hält große Stücke auf dessen Fähigkeiten: „Robin ist ein junger Torwart mit viel Potenzial auch höherklassig im Tor stehen zu können.“ Seit der F-Jugend spielt der junge Keeper beim TuS Henrichenburg.

Drei Testspiele hat der TuS inzwischen bestritten. Gegen DJK Falkenhorst Herne wurde 4:0 gewonnen. Beim ASC Leone mit 5:8 verloren. Und nun gegen Westfalia Herne II 4:1 gewonnen. Am Donnerstag (22. Juli) geht‘s zum A-Kreisligisten VfB Börnig. „Das wird für uns der erste wirkliche Gradmesser“, ist Trainer Schmottlach gespannt, was er dort von seiner Mannschaft geboten bekommt.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.