Die Fußballer des TuS Henrichenburg sind aktuell fit und haben nicht zugenommen. © picture-alliance/ dpa
Fußball

Henrichenburger würden beim Re-Start nicht wie Elefanten über den Platz laufen

Die Klubs, egal in welcher Liga, begeben sich in den ersten Monaten jeden Jahres auf die Suche nach Spielern für die neue Saison. Und die aktuellen Kicker trainieren solo.

Es gibt aber Fußballvereine, die intensiv nach neuen Spielern forschen, andere haben beim Thema Neuzugänge weniger Bedarf – auch weil das Geld für teure Transfers fehlt. Daher hat sich der TuS Henrichenburg aus der Kreisliga B Recklinghausen dem Projekt „Jugend forsch(t)“ verschrieben. Der TuS setzt hauptsächlich auf A-Jugendliche aus den eigenen Reihen. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass Spieler von anderen Klubs nicht willkommen sind.

Bei Re-Start: Nur drei Punkte Rückstand

Beim TuS Henrichenburg blüht die Hoffnung auf einen Re-Start der Saison 2020/21. Der Hintergrund ist die chancenreiche Aussicht, wieder per Aufstieg in die Kreisliga A zurückzukehren. Denn der Rückstand auf Kültürspor Datteln und SG Suderwich II beträgt nur einen Punkt. Mit jeder Lockdown-Verlängerung rückt ein Saison-Abbruch immer näher.

Sollte es aber einen Re-Start geben, wären alle Spieler konditionell voll auf der Höhe, verkündet Trainer Alexander Schmottlach stolz: „Unsere Jungs würden jedenfalls nicht wie Elefanten über den Platz laufen.“ Fest macht der TuS-Trainer seinen Optimismus an Daten und Fakten, die ihm von den Spielern aus freiwilligen Laufeinheiten bis hin zur Pulsmessung übermittelt wurden. Zudem weiß er: „Unsere Jungs haben absoluten Bock darauf, wieder auf den Platz zu kommen.“

Das Henrichenburger Parade-Beispiel ist Philipp Engel, der laut Trainer in Lockdown-Zeiten einige Kilos abgespeckt und in seiner Laufleistung enorm zugelegt hat. „Philipp hat reichlich Kilometer abgespult. Dabei seine Zeiten für den Kilometer weit nach unten gedrückt.“ Von anfänglich um die 7:30 Minuten pro Kilometer im 10-km-Lauf, auf nun 4:50 Minuten auf der 15-km-Strecke.

Henrichenburgs Philipp Engel (r.) hat während des Lockdowns spürbar abgenommen. © Volker Engel © Volker Engel

Was die Personalplanung für die Saison 2021/22 angeht, sieht es im März 2021 beim TuS ebenfalls gut aus. „Unser Kader steht. Wir ziehen bis zu fünf eigene A-Jugendliche hoch zur ersten Mannschaft. Das sind alles talentierte Jungs mit Henrichenburger Wurzeln. Sie passen zu unseren älteren Spielern, die auch noch jung genug sind, um ein paar weitere Jährchen zu kicken“, nennt Trainer Schmottlach die personelle Philosophie des B-Kreisligisten.

Wenngleich mit Maurice Keusch (SG Castrop und Gökhan Sen (Firtinaspor Herne) auch zwei externe Kräfte in Henrichenburg angeheuert haben. „Sollten weitere ein, zwei Spieler den großen Wunsch verspüren, unbedingt zu uns wollen, werden wir sie gerne nehmen“, versichert Schmottlach.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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