Björn Klieve (vorn), der Vorsitzende der SG Castrop, konnte am dritten Tag der Renovierungsarbeiten den neuen Kunstrasen begutachten, der künftig im Stadion an der Bahnhofstraße liegt. Auskunft zum Vorgang der Erneuerung bekam der Club-Chef von Bürgermeister Rajko Kravanja (v.l.), Dhana Stannek (Bürgermeisterbüro für Bürgerbeteiligung, Sport und Stärkung des Ehrenamtes), sowie Gisbert Babel und Markus Genster (beide EUV-Ressort Kommunale Infrastruktur). © Jens Lukas
Stadion

Edler Kunstrasen für Castrop-Rauxels meist benutzten Fußballplatz

Viele Fußballspiele sind auf dem Kunstrasen im Stadion an der Bahnhofstraße seit 2007 ausgetragen worden. Dass das Grün erheblich gelitten hat, ist unübersehbar. Jetzt kommt nobler Ersatz.

Am ersten Juli-Tag haben die Bagger das Spielfeld des Stadions an der Bahnhofstraße in Beschlag genommen und ziehen dort in den kommenden Wochen ihre Kreise. Aktuell wird dort, wo ansonsten die Fußballer der SG Castrop kicken, der fast 13 Jahre alte Teppich vom Gummigranulat befreit.

In einigen Tagen wird der Teppich aufgerollt und durch einen neuen ersetzt. Die Kosten für den Teppich-Tausch belaufen sich auf 230.000 Euro. Im Preis enthalten ist noch ein Bonbon für die Leichtathleten. Denn die Umlaufbahn wurde gereinigt und neu liniert.

Castrop-Rauxeler Stadtwappen wird eingebaut

Bei dem Kunstrasen handelt es sich um das Model „FieldTurf ULTRA 360“ des französischen Unternehmens FieldTurf Tarkett. Es wird also quasi Pariser Chic für die Castroper Kicker ausgerollt. Davon konnte sich der SG-Vorsitzende Björn Klieve bei der Präsentation mit Vertretern der Stadtverwaltung und des EUV-Stadtbetriebs überzeugen.

Der neue Kunstrasen ist eine sichtbare Weiterentwicklung des Teppichs, der 2007 verlegt worden war. EUV Ingenieur Markus Genster erklärt: „Während die Halme des alten Modells 30 Millimeter lang waren und gerade waren, hat das neue 35 Millimeter Länge und ist gekräuselt.“ Das hat auch den Vorteil, dass das Gummi-Füllmaterial zwischen den Halmen gehalten wird.

So sieht aktuell noch der Kunstrasen im Stadion an der Bahnhofstraße aus. Jetzt haben die Arbeiten zum Teppichaustausch begonnen.
So sieht aktuell noch der Kunstrasen im Stadion an der Bahnhofstraße aus. Jetzt haben die Arbeiten zum Teppichaustausch begonnen. © Jens Lukas © Jens Lukas

Mit dem Gummi hatte es im Jahre 2014 Probleme gegeben. Dieses verklebte zu Klumpen und musste an der Bahnhofstraße komplett abgetragen werden – nach der Garantiezeit. Genster sagt: „Das neue Füllmaterial ist weiterentwickelt und UV-beständiger. Daher erwarten wir nicht noch mal solche Probleme.“

Künftig werden die Castroper Fußballer und Fans ihre Heimatverbundenheit ausdrücken. Denn in den Teppich wird ein etwa 1×1 Meter großes Stadtwappen eingearbeitet sein. Laut dem SG-Vorsitzenden Björn Klieve plant sein Club nicht, auf eigene Kosten sein Vereinswappen danebensetzen zu lassen. Wie so etwas optisch wirkt, ist aktuell bei der Spvg Schwerin und auf Herner Plätzen wie beim VfB Börnig und bei den SF Wanne zu sehen.

Fertig sein soll der Platz am 8. August.

Teppich hält eigentlich 15 Jahre

Bei Kunstrasen-Teppich wird eine Haltbarkeit von 15 Jahren ausgegangen. Diese Art von Sportplätzen gilt als wesentlich belastbarer als Naturrasen, kann intensiver genutzt werden und ist ganzjährig mit geringem Pflegeaufwand bespielbar. Markus Genster erklärt: „Der Platz hier an der Bahnhofstraße ist der meist genutzte in unserer Stadt.“

Der älteste Kunstrasen Castrop-Rauxels ist jener in der Glückauf-Kampfbahn – aus dem Jahr 2000. Dort, wo Arminia Ickern und die SF Habinghorst spielen, wurde im Spätsommer 2015 saniert, 2016 war der Sportplatz am Fuchsweg in Merklinde dran. Darauf folgten die Teppiche auf Schwerin (2017) und in Obercastrop (2019). Es gibt noch einen Kunstrasenplatz im Stadtgebiet, jenen an der Uferstraße in Ickern (Baujahr 2010). Der müsste 2025 erneuert werden – wie auch jener, den der FC Frohlinde in Eigenregie an der Brandheide verwaltet.

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Lokalsport Castrop-Rauxel
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Jens Lukas

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