Lukas Muth (Mitte) und seine Spvg Schwerin hatten Spitzenreiter Nordkirchen mit Florian Fricke (r.) und Lars Rustige (l.) am Rande der ersten Niederlage. © Volker Engel
Fußball-Bezirksliga

Diskussionen um späten Elfmeter – Spvg Schwerin fühlt sich betrogen

Dass Fußball eine ungerechte Sache sein kann, ist hinlänglich bekannt. Wie ungerecht, zeigte sich einmal mehr beim 1:1 im Topspiel zwischen der Spvg Schwerin und Tabellenführer FC Nordkirchen.

Die Spvg Schwerin dominierte das gesamte Fußballspiel gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter – trotzdem stand unter dem Strich nur ein 1:1. Der Gastgeber führte mit 1:0 (17.) durch ein super herausgespieltes Tor. Ein langer Pass vom überragenden Kevin Wagener hatte Nico Chrobok auf die Reise geschickt. Der lief allen Nordkirchenern davon, sah dass FC-Keeper Sandhowe zu früh in die Knie ging und netzte den Ball am kurzen Pfosten ein.

Dieses 1:0 hatte Bestand bis zur 97. Minute. Die lange Nachspielzeit war okay, da nach einer Stunde Nordkirchens Stürmer Daniel Krüger bei einem Flankenball im Schweriner Strafraum abgeräumt worden war und minutenlang behandelt werden musste. Was Schiedsrichter Dieter Leusing (Herne) dann geritten hat, als er auf den Elfmeterpunkt zeigte, weiß nur er allein.

Vorausgegangen war, dass zwei Schweriner und ein Nordkirchen im Strafraum hochsprangen zum Ball, aber nur Joachim Mrowiec hinfiel. Schiri Leusing zögerte, pfiff dann doch und zeigte auf den Elfmeterpunkt, womit er sich den lautstarken Unmut der Fans zuzog. Marcel Stiepermann nahm dieses Geschenk dankend an und netzte unten links zum 1:1 ein. Keeper Niemeyer ahnte die Ecke, der Elfer war aber zu platziert geschossen.

FC Nordkirchen hatte keine wirkliche Torchance

Die Spvg Schwerin wurde mit einem Schlag nach einer grandiosen Leistung durch einen unberechtigten Pfiff um den Lohn überragender Arbeit gebracht. Zumal Spitzenreiter Nordkirchen nicht eine wirkliche Torchance hatte in der gesamten Spielzeit.

Dass es trotzdem nur ein 1:1 wurde, dafür muss sich die Spvg Schwerin jedoch auch an den eigenen Kopf fassen. Denn: Wer viele Konter nicht konsequent ausspielt und hundertprozentige Chancen, wie die von Timo Ballmann liegen lässt, der den Torwart vom Elfmeterpunkt aus anschoss (73.), ist selbst Schuld, dass es kein „Dreier“ wurde.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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