Seit Dezember 2014 liegt die Verantwortung der ersten Mannschaft des FC Frohlinde in den Händen von Michael Wurst (l.) und Stefan Hoffmann. © Jens Lukas
Fußball-Landesliga

Der FC Frohlinde muss sich Nachfolger für Stefan Hoffmann und Michael Wurst suchen

Das gewohnte Bild ist Geschichte: Seit Dezember 2014 bildeten Stefan Hoffmann und Michael Wurst das Trainer-Duo des FC Frohlinde. Der Landesligist muss sich jetzt zumindest nach einem neuen Trainer umschauen.

Sie spielten einige verschiedene Rollen in den vergangenen, gemeinsamen sieben Jahren für den FC Frohlinde. Stefan Hoffmann und Michael Wurst waren zunächst Spieler, später Spielertrainer und jüngst oft Trainer an der Außenlinie beim Landesligisten von der Brandheide. Sie prägten eine neue Ära beim FCF, der das Zepter bald in andere Hände geben muss.

Frohlinder Spieler bekamen die Nachricht in einer Videokonferenz

Hoffmann und Wurst haben ihren Spielern am Montagabend (28. Dezember) in einer Videokonferenz mitgeteilt, dass sie ihre Trainer-Verträge nicht für die Saison 2021/22 verlängern werden. Wurst sagte am Montag: „Unsere Jahre waren die erfolgreichste sportliche Zeit der Frohlinder überhaupt.“

Ist noch immer fit wie ein Turnschuh: FCF-Trainer Michael Wurst, der beruflich auch Stadionsprecher beim VfL Bochum ist. © Jens Lukas © Jens Lukas

Etwas traurig über den Rückzug von Hoffmann und Wurst zeigte sich Robert Janßen, der 1. Vorsitzende der Frohlinder. Dieser hatte nach einer Bedenkzeit der Coaches von 14 Tagen eine positive Antwort erhofft. Janßen sagte: „Ich hätte sie beide gerne als Trainer behalten. Aber ich kann sie auch nach ihrem jahrelangen Einsatz verstehen – und respektiere die Entscheidung.“

Stefan Hoffmann erklärte: „Gleich in der meiner ersten Saison haben wir unter Trainer Jürgen Litzmanski alles besiegt, was zu besiegen war.“ Hoffmann weiter: „Das war vor allem unserem ehemaligen Sportlichen Leiter, Jörg Wunsch, zu verdanken. Er hat mir auch einen Job als Kaufmann in seinem Betrieb gegeben.“

Stefan Hoffmann (r.) setzte sich als Spielertrainer stets vehement für seine Schützlinge ein. © Jens Lukas © Jens Lukas

Hoffmann hatte zu seiner Zeit in der Jugend von Borussia Dortmund eine kaufmännische Lehre absolviert. Bis zu seinem Wunsch-Job war er als Fußballprofi in vielen Vereinen unterwegs.

Fußballerisch hatte auch Michael Wurst bis zur Regionalliga einiges zu bieten. Wovon sich die Frohlinder Fans direkt durch zahlreiche Tore überzeugen konnten. Über den Kollegen Wurst, der u.a. Moderator, Musiker und Stadionsprecher des VfL Bochum ist, hatte Frohlindes Urgestein Werner Hülsmann vor Jahren mal gesagt: „Wenn der nach Training oder Spiel im Vereinsheim ist, ist immer was los.“

Hoffmann und Wurst bleiben FCF-Mitglieder

Was auch so bleiben soll. Robert Janßen erklärt, dass beide Mitglied im Verein bleiben. „Vielleicht spielt der eine oder andere auch mal mit.“ Wurst lachte und sagte: „Natürlich will ich noch Tore in der zweiten oder dritten Mannschaft schießen.“

In den nächsten Tagen wird sich über einen neuen Trainer und Kader unterhalten. Janßen erläuterte: „Die Spieler müssen ja wissen, wer sie in der neuen Saison trainieren wird.“

Michael Wurst war im Sommer 2011 als Spieler zum damaligen A-Kreisligisten FC Frohlinde unter Trainer Andreas Krüger gekommen. Aufgrund seiner Stationen wie etwa SG Wattenscheid 09 und Wuppertaler SV wurde er als Promi an der Brandheide vorgestellt.

2013 kam Hoffmann vom damaligen Regionalligisten VfB Hüls und feierte mit Wurst an seiner Seite im Team von Trainer Jürgen Litzmanski 2014 den Bezirksliga-Aufstieg. Damit nicht genug: In das Jahr fielen auch der Kreispokal-Gewinn (2:1 im Finale gegen Wacker Obercastrop) sowie Titelgewinne bei den Stadtmeisterschaften in der Halle und auf dem Feld.

Trotz der Erfolge trennte sich der FC Frohlinde im Dezember 2014 von Litzmanski – nach sieben sieglosen Bezirksliga-Spielen in Serie (mit vier Unentschieden) und Rang sechs. Als Trainerduo wurden Stefan Hoffmann (zugleich A-Junioren-Coach) und Michael Wurst aufgestellt.

Wurst und Hoffmann feierten 2017 mit ihrem Team den Aufstieg in die Landesliga. Dort führten die Frohlinder in der Saison 2018/19 fast 20 Spieltage lang die Tabelle an – mussten sich aber letztlich mit Rang drei begnügen.

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