In der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule finden Partien einer Sportart statt, die gerade alle Re-Start-Möglichkeiten auslotet. © Jens Lukas
Basketball

Corona-Pause eines Castrop-Rauxeler Teams überschreitet die 12-Monate-Grenze

Die Corona-Pandemie lässt die Castrop-Rauxeler Sportler noch immer nicht aus ihren Klauen. Darunter leiden vorallem die Hallensportler. Für ein Team dauert die Pause mittlerweile mehr als ein Jahr.

Höchstwahrscheinlich wird der Lockdown zur Corona-Pandemie am 14. Februar weiter verlängert. Dadurch sind alle Castrop-Rauxeler Amateursportler weiterhin kaltgestellt. Vor allem die Hallensportler machen sich Sorgen, ob und wie ihre Saison 2020/21 weitergehen kann. Denn für Sport in geschlossenen Räumen werden wahrscheinlich eher als letztes die Beschränkungen gelockert.

Einen letzten Versuch geben sich die Verantwortlichen des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) noch, um die neue Saison zu starten: den 3. Mai 2021. Wenn die Corona-Situation es dann zulässt.

Re-Start nur mit richtigem Vorlauf

„Besteht zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit, mit dem entsprechenden Vorlauf – Aufnahme des Trainingsbetriebs in den Vereinen – für den Re-Start, muss der Wettbewerb für die Spielzeit 2020/21 endgültig abgesagt werden“, heißt es in einem WBV-Rundschreiben, das dieser Redaktion vorliegt. Am 12. April will das Verbandspräsidium zum nächsten Mal die Lage prüfen.

Für den Castroper BC bedeutet das nun Planungssicherheit. Rund ein Jahr haben die heimischen Korbjäger keine Partie mehr absolviert. Die letzte, am 8. März 2020, hat den Castropern dank des 67:52-Erfolgs über die Reserve von Schalke 04 den dritten Platz in der Kreisliga-Abschlusstabelle beschert.

Holger Jansen ist Trainer des Castroper BC. © Volker Engel © Volker Engel

Seitdem stand die Welt der Amateur-Basketballer still. Mehrmals musste der Start-Termin zur neuen Saison anschließend aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden, zuletzt auf die zweite März-Hälfte. „Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass überhaupt noch die Möglichkeit besteht, dass wir noch eine Saison spielen“, sagt CBC-Trainer Holger Jansen.

Ob es letztlich so kommt, ist fraglich. Noch immer sind die Infektionszahlen hoch. Sehr wahrscheinlich werden die Sport-Beschränkungen in Nordrhein-Westfalen über den 14. Februar hinaus verlängert. Jansen aber findet es gut, dass der Verband den Klubs überhaupt eine Perspektive bietet und die Saison nicht pauschal absagt.

Ein neuer Modus wird gesucht

Dafür will der WBV erneut eine Veränderung des Spielmodus vornehmen. Bislang sah der Plan wie folgt aus: Die Vereine sollten eine Saisonhälfte ab März ohne Abstiegsregelung spielen. Die ersten vier Teams jeder Liga hätten dann ab Juni Play-Offs gegeneinander mit Hin- und Rückspiel absolviert.

Neu ist nun, dass die Ligen geteilt werden und eine Vorrunde ausgespielt wird, danach folgt die die Hauptrunde. Die Hauptrunde wird ebenfalls zweigeteilt sein. „Eine Hälfte spielt um den Aufstieg, die andere Hälfte um die weiteren Platzierungen“, heißt es im WBV-Schreiben. „Der Spielbetrieb geht dann bis Ende Juni 2021.“

Felix Wenzel (am Ball) und der Castroper BC haben seit mehr als einem Jahr keinen Kreisliga-Einsatz mehr gehabt. © Volker Engel © Volker Engel

CBC-Trainer Jansen ist mit der Planung einverstanden, auch wenn ihm die Lösung mit den zwei Gruppen nicht ganz so zusagt. „Ich weiß allerdings auch nicht, wie man es besser machen könnte“, so Jansen.

Die Gegner stehen noch nicht fest

Gegen wen der CBC antreten wird, ist noch unklar. Bis zum 15. Februar sollen die neuen Spielpläne feststehen. Der WBV will versuchen, einige Spieltermine aus dem Mai beizubehalten. Mögliche Castroper Konkurrenten wären in der Vorrunde demnach die dritte Mannschaft von Schalke 04, Citybasket Recklinghausen 5 und die Hertener Löwen 4.

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Jahrgang 1995, arbeitet seit 2013 in der Lokalredaktion seiner Heimatstadt Castrop-Rauxel. Dementsprechend auch die spätere Studienwahl: Journalistik in Dortmund. Schreibt darüber hinaus für überregionale Medien, meist über Sport.
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Jens Lukas

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