Für die Bezirksliga, Kreisliga und Kreisklasse steht noch die Entscheidung aus, ob die Saison 2020/21 annulliert wird. © picture alliance/dpa
Handball

Castrop-Rauxeler Trainer muss erst einmal seine Spieler durchzählen

In der Luft hängen derzeit die Castrop-Rauxeler Handballer. Für die meisten steht noch nicht fest, ob noch ein Saison-Re-Start versucht wird. Es türmen sich einige Probleme auf.

Die Saison 2020/21 ist für die Landesliga und Oberliga vom Handball Verband Westfalen (HVW) abgebrochen und annulliert worden. Für die Spielklassen darunter, also für die Bezirksliga, Kreisliga und Kreisklasse steht eine Entscheidung dazu noch aus.

Bei Abbruch gibt es Überbrückungsspiele

Sollten sich die Verantwortlichen des Handballkreises Industrie dem HVW-Vorgehen anschließen, würden den Castrop-Rauxeler Mannschaften im Idealfall noch verschiedene Spielmöglichkeiten zur Überbrückung der Zeit bis zur neuen Saison 2021/22 angeboten werden: eine Aufstiegsrunde oder eine Ligapokal-Runde.

Ralf Utech, Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers TuS Ickern, sagt zur Option, an einer Aufstiegsrunde teilzunehmen: „Weil auf Kreis-Ebene die Sache noch nicht beschlossen ist, ist das für mich reine Kaffeesatzleserei. Zudem müsste ich überhaupt erst einmal abfragen, wer von den Spielern noch zur Verfügung steht – und wer nicht.“

Ralf Utech ist Trainer des Bezirksliga-Aufsteiger TuS Ickern. © Volker Engel © Volker Engel

Denn insbesondere unter den jüngeren Spielern gebe es schon einige Abmeldungen von Spielern, die sich den Mitgliedsbeitrag sparen möchten – oder auch müssen. Wegen der aktuellen Situation. Bei den Senioren gibt es noch keine Abmeldungen. Aber diese sind überwiegend ältere Spieler, die beim kleinen Re-Start dann ein Jahr ohne Wettkampf wären.

Utech: „Ich hoffe, dass jeder der Spieler noch ein Jahr dranhängt, um zu einem vernünftigen Abschluss seiner Handball-Laufbahn zu kommen. Wer will schon später sagen, dass er wegen einer Pandemie aufgehört hat?“

Zur möglichen Teilnahme an der Ligapokalrunde sagt Ralf Uetch: „Auch hier gilt: Bevor wir darüber nachdenken, benötigen wir eine ausreichende und vernünftige Vorbereitungszeit.“ Der Coach denkt dabei an mindestens vier bis sechs Wochen. Ansonsten sei die Verletzungsgefahr viel zu hoch.

Utech meint zudem: „Im vergangenen Jahr sind wir mit Glück aufgestiegen. Jetzt wollen wir beweisen, dass wir in diese Liga reingehören.“

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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