Auf der Bank des VfB Waltrop fühlt sich der Castrop-Rauxeler Trainer Timo Muth gut aufgehoben. © Jens Lukas
Juniorenfußball

Castrop-Rauxeler Trainer hat den Schritt zum VfB Waltrop nicht bereut

Der Stammverein von Timo Muth ist die SG Castrop. Dort hat er Fußball gespielt und Jugend-Mannschaften trainiert. Zur Saison 2020/21 wanderte er ab zur Jugendabteilung des VfB Waltrop und schildert seine Eindrücke.

Beim VfB Waltrop ist im Fußballkreis Recklinghausen der Vorzeige-Klub in Sachen Nachwuchsfußball. Durch die Nachbarschaft von Waltrop zu Castrop-Rauxel ist der Verein auch für heimische Jugendfußball-Trainer attraktiv. Inzwischen trainieren aus der Europastadt mehrere Übungsleiter diverse VfB-Teams von den U19- bis U13-Junioren.

Kein böses Wort über den eigenen Stammverein

Einer der Übungsleiter aus Castrop-Rauxel ist Timo Muth. Bei der SG Castrop war er der Bezirksliga-Aufstiegs-Trainer in der Saison 2018/19 der B-Junioren. Die folgende Spielzeit ging er mit den meisten Nachwuchskickern (Muth: „Nur drei Spieler blieben in der B-Jugend“) hoch zur A-Jugend. Als für die B-Jugendlichen in der Bezirksliga nichts ging, sprang Muth in der Rückrunde dort ein. „Da war aber nichts mehr zu retten“, bedauert der 27-Jährige, der nach eigener Aussage „16 oder 17 Jahre bei der SG Castrop war“ und auch niemals ein böses Wort über seinen Stammverein verlieren würde.

Mit Waltrops Sportlichem Leiter Oliver Naumann stand Timo Muth länger im Dialog, ehe der Wechsel vollzogen wurde. „Beim VfB Waltrop ist der Jugendfußball eine Nummer größer als bei der SG Castrop.“ Muth trainiert dort die zweite U19-Junioren-Mannschaft – und wird das in der nächsten Spielzeit weiterhin tun.

„Zwischen Oliver Naumann und mir gibt es die Vereinbarung, dass ich die U19/2 zwei bis drei Jahre trainieren soll“, erklärt Muth, warum er im zweiten VfB-Jahr keine Mannschaft in der Westfalen-, Landes- oder Bezirksliga übernimmt. Doch egal welchen Jahrgang man trainiere, beim VfB Waltrop würden alle Trainer sehr eng zusammenarbeiten.

„Ich werde zuerst die B-Lizenz machen, ehe ich beim VfB wie abgesprochen den nächsten Schritt in höhere Ligen gehe. Die Prüfung, die B-Lizenz machen zu dürfen, hatte ich schon erfolgreich bestanden – dann kam Corona. Schauen wir mal, wann es weitergeht mit der B-Lizenz“, bleibt Muth gelassen, der in Zukunft auch ein Engagement als Trainer im Senioren-Bereich nicht ausschließt.

Beim VfB Waltrop zählt laut Muth auch das zweite U19-Team zum Leistungsbereich, wenngleich diese Mannschaft im Fußballkreis Recklinghausen nur in der Kreisliga B kickt. Diese ist eine Qualifikations-Gruppe mit sieben Clubs. Das sei laut Muth „ein kurioses Konstrukt mit Spielen alle drei Wochen in einer einfachen Runde“. Die Erste und Zweiten der Tabellen der vier Staffeln spielen später weiter in der Kreisliga A. Alle weiteren bleiben B-Ligisten. So ist jedenfalls der Normalfall – den der Corona-Lockdown gestoppt hat. Der VfB Waltrop II kam nur zu zwei Einsätzen: Nach einem 0:1 gegen Teutonia SuS Waltrop gab es ein 1:1 gegen GW Erkenschwick.

Was ist diese Spielzeit für die jungen Spieler und ihren Trainer? „Auf jeden Fall ein verlorenes Jahr. Der Fußballkreis Recklinghausen will zwar weiter den Re-Start im Jugendfußball, wenn auch wir nach dem 22. März trainieren dürfen. Ob das möglich wird, müssen wir abwarten“, so Muth, der persönlich für einen Saison-Abbruch ist.

Mit Muth wechselten die Spieler Luca Seegers, Arion Ajrulu und Justin Zellmer mit zum VfB Waltrop. Diese kehren zur neuen Saison aber heim zur SG Castrop. „Alle drei Jungs habe ich nicht abgeworben. Sie sind mir gefolgt, weil es bei der SG keine A-Jugend mehr gab“, so Timo Muth, der für sich im Brustton der Überzeugung sagt: „Ich habe den Wechsel zum VfB Waltrop nicht bereut.“

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Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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