Das Castrop-Rauxeler Rathaus samt Ratssaal steht am Stadtmittelpunkt. © Jens Lukas
Tischtennis

Castrop-Rauxeler Sportler müssen sich an neue Grenzen gewöhnen

Heimische Sportler müssen sich wohl künftig auf andere Orte ihrer Auswärtsspiele einstellen. Es gibt Reformpläne, die 2023 greifen können.

Die Sportler in Castrop-Rauxel leben schon seit Jahrzehnten in einer Zwitterrolle. Die meisten Fußballer sind Kreis Herne zugeordnet. Die Handballer bekommen es im sogenannten Kreis Industrie mit Hernern, Bochumern, Wittenern, Recklinghäusern und Münsterländern bis hoch nach Haltern zu tun.

Reform ist für 2023 vorgesehen

Und die Tischtennisspieler? Hier ist Castrop-Rauxel bislang der nördlichste Ausläufer seiner Sportart auf Bezirks- und Kreis-Ebene. Doch das könnte sich 2023 ändern. Eine geplante Reform will, dass die zwei Castrop-Rauxeler Vereine künftig nicht mehr Richtung Süden, sondern gen Norden zu Auswärtsspielen fahren.

Der Westfälische Tischtennisverband (WTTV) möchte sich neu aufstellen und die Grenzen seiner Bezirke in Übereinstimmung mit den politischen Regierungsbezirken bringen. Das führt dazu, dass Roland Rauxel und der Post SV demnächst gegen unbekannte Gegner antreten müssten. Fünf Bezirke und 35 Kreise sollen einer neuen Gliederung mit 13 Einheiten weichen.

Die DJK Roland Rauxel II schlägt in der Bezirksliga Arnsberg West auf. Die Auswärtsgegner finden sich bislang in Bochum, Herne, Witten oder Hattingen. Ab 2023 soll Castrop-Rauxel dann auch aus Tischtennis-Perspektive zum Regierungsbezirk Münster gehören. Dieser wird in zwei Einheiten unterteilt.

Die Tischtennisspieler von Roland Rauxel werden ab 2023 wohl auf ganz andere Gegner treffen als bislang. © Volker Engel © Volker Engel

Nach den WTTV-Plänen stehen künftig die Kreise Recklinghausen und Borken sowie die Städte Gelsenkirchen und Bottrop auf der Auswärtsspiel-Liste der Castrop-Rauxeler Teams. Die zweite Einheit im Regierungsbezirk Münster umfasst Münster selbst sowie die Kreise Coesfeld und Steinfurt.

Auch die Spieler des Post SV müssen sich wohl künftig neue Ortsmarken merken. Bislang standen Dortmund, Bochum und Herne auf dem Berzirksklassen-Spielplan. Die Kreisligen sollen künftig ebenfalls in der neuen Ordnung aufgehen. Bislang gehören die heimischen Teams zum Tischtenniskreis Dortmund/Hamm. In absehbarer Zeit werden die Gegner wohl aus dem kommunalen Kreis Recklinghausen stammen.

Bevor die Reform beschlossen werden kann, muss jedoch die Satzung geändert werden. Das könnte bereits beim Verbandstag im Sommer geschehen. 2022 soll dann über die Strukturreform abgestimmt werden. Die Pläne zur neuen Einteilung des Verbandsgebiets sind in ihrer aktuellen Fassung auf der WTTV-Homepage nachzulesen.

Ziel der Reform sei es, die sportliche Entwicklung anzuschieben. „Das geht aber nur, wenn man für Nachwuchs sorgt und sich darum kümmert“, sagt Christoph Menges, Vorsitzender im Bezirk Münster und Mitglied der Arbeitsgruppe Strukturreform.

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Jens Lukas
Redaktion und Sportredaktion Castrop-Rauxel

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