Norbert Witczak, Berufsfußballer in den 1960er Jahren und Castrop-Rauxeler Trainer-Urgestein, kehrte für das Westfalenliga-Topspiel an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er war einst Trainer und Platzwart in der Erin-Kampfbahn. © Jens Lukas
Fußball

Castrop-Rauxeler Fußball-Experte deckt Vergangenheit des Bövinghausen-Bosses auf

Vor und während des Westfalenliga-Knüllers zwischen Wacker Obercastrop und TuS Bövinghausen waren viele bekannte Gesichter zu sehen. Und: Jemand deckte ein Geheimnis auf.

Robert Janßen, Vorsitzender des Landesligisten FC Frohlinde, hat einen Tipp des Wacker-Chefs Martin Janicki vor dem Spiel der Obercastroper gegen Bövinghausen vorbildlich umgesetzt. Janicki hatte angeregt, dass die Zuschauer nicht mit dem eigenen Auto kommen sollten. Weshalb Janßen zusammen mit dem ehemaligen Sportlichen Leiter des FCF, Jörg Wunsch, per E-Bike an der Karlstraße ankam – und somit einen Parkplatz an der Eckfahne bekam.

Kam mit dem Zweirad: Frohlindes Vorsitzender Robert Janßen. © Volker Engel © Volker Engel

Mit der Kulisse von 1269 zahlenden Zuschauern kann sich die Westfalenliga-Partie von Wacker gegen Bövinghausen mit höheren Ligen messen. Sogar mit der 3. Liga. Denn das Spitzenspiel dort zwischen dem BVB II und dem 1. FC Magdeburg (0:2) am 11. September wurde von 1260 Fans besucht. Offiziell neun weniger als in der Erin-Kampfbahn.

Björn Brinkmann, Trainer des A-Kreisligisten SuS Merklinde, holte sich nach der Corona-Absage der Partie seines Teams bei der SG Victoria/SF seine Portion Fußball in Obercastrop ab. Er kam per Fahrrad. Das Vehikel kennt die Strecke. Brinkmann spielt bei den Wacker-Altherren mit. Gut war, dass der SuS-Coach in der Erin-Kampfbahn Volker Hanebeck, Trainer des VfB Börnig, traf. Denn mit ihm tauschte er Telefonnummern aus, um das gemeinsame Nachholspiel zu terminieren.

Norbert Witczak, Berufsfußballer in den 1960er Jahren und Castrop-Rauxeler Trainer-Urgestein, kehrte für das Westfalenliga-Topspiel an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er war einst Trainer und Platzwart in der Erin-Kampfbahn. Dass er ein Experte im heimischen Fußball ist, stellte Witczak unter Beweis. Er hatte eine Aufstellung des SC Arminia Ickern aus dem Jahr 2003 dabei. Da lief der Bövinghausener Präsident Ajan Dzaferoski für die Arminen auf. „Und ich habe in der Jugend auf Schwerin gespielt“, betonte der Funktionär.

© Jens Lukas © Jens Lukas

Vor der Partie hatten alle Spieler eine Schweigeminute eingelegt – denn die Mutter von Wacker-Geschäftsführer Onur Kocakaya war vor einer Woche gestorben. Onur Kocakaya sagte: „Meine Mutter mochte die Erin-Kampfbahn und die Leute hier sehr. Wenn ich gespielt habe, hat sie immer zugeschaut.“

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Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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