Auch wegen Corona hat ein Castrop-Rauxeler Club erhebliche Probleme bei den Personalplanungen © Jens Lukas
Fußball

Castrop-Rauxeler Club hinkt bei Personalplanung deutlich hinterher- auch bei der Trainerfrage

Während der durch den Lockdown verlängerte Winterpause haben die Castrop-Rauxeler Clubs Zeit, die Planungen für die Saison 2021/22 zu forcieren. Nicht allen gelingt das.

Durch den Lockdown sind die Castrop-Rauxeler Fußballer seit dem 1. November bereits in der Winterpause. Wann diese endet, ist von den politischen Entscheidungen zur Corona-Pandemie abhängig.

Eigentlich sollten die Vereinsverantwortlichen jetzt die Muße haben, die personellen Zeichen für die Zukunft zu stellen. Die Pandemie kann hier allerdings auch zum Hemmschuh werden.

Wenn die Kreisliga-A-Fußballer des SuS Merklinde während durch den Lockdown gestoppten Saison 2020/21 auf die Tabelle schauen, verschlägt es ihnen die Stimmung. Sie haben nur einen Punkt Vorsprung auf die beiden Schlusslichter: SF Wanne II und ETuS Wanne. Die verlängerte Winterpause bietet den Merklinder die Chance, personelle Dinge zu ordnen. Das ist aber leichter gesagt als getan.

Die Trainerfrage ist beim SuS Merklinde noch nicht beantwortet

So ist zum Beispiel auch die Trainerfrage für die Saison 2021/22 noch nicht final entschieden. Es zeichnet sich aber eine Tendenz, mit der das aktuelle Duo Björn Brinkmann und Dietmar Gaida weitermachen könnte. Die aktuelle Wasserstands-Meldung des Sportlichen Leiters Martin Broll deutet eine Vertragsverlängerung an: „Es ist nichts unterschrieben, die Zeichen stehen aber auf ein weiteres Jahr der Zusammenarbeit.“

Das Duo Brinkmann/Gaida war bei SuS Merklinde vor dieser Saison quasi ins kalte Wasser geworfen worden, als Marco Gruszka nach seiner Zusage wegen des Umzugs nach Haltern überraschend ausstieg. Da es auch einen Spieler-Aderlass gab, der nicht adäquat aufgefangen wurde, ahnte Broll schon beim Testspiel bei SW-Meckinghoven, dass „es eine schwere Saison wird“.

Die Zeichen stehen wohl gut, dass in der Saison 2021/22 weiterhin Björn Brinkmann (r.) und Dietmar Gaida die erste Mannschaft des SuS Merklinde betreuen. © Volker Engel © Volker Engel

Merklindes Sportlicher Leiter behielt Recht – sogar mehr als ihm lieb ist. Beim November-Lockdown hatte der A-Ligist vier Punkte in sechs Spielen geholt und stand auf dem 15. Tabellenplatz.

„Nein, dass so hart wird, damit hatte ich nicht gerechnet“, so Broll, der momentan zwar mit einigen Spielern in Gesprächen steht – darunter einem aus der Westfalenliga. Er kann jedoch keine Neuverpflichtung melden. „Corona macht alles sehr schwierig. Die Spieler wissen nicht, wo sie dran sind. Sie müssen sich trotzdem noch im Januar entscheiden, sonst macht eine Verpflichtung kaum noch Sinn“, so Broll.

Zur Frage, ob Ex-Profi Toni Schreier weiter mit an Bord ist, sagt Broll: „Ja, in beratender Tätigkeit. Toni und ich kennen uns schon sehr lange, haben früher zusammen Fußball gespielt. Er sollte sonntags für uns Spiele beobachten, um dort interessante Spieler für uns zu finden. Seit dem Lockown gibt es aber keine Spiele mehr.“

Dass im März oder April wieder Fußball gespielt werden darf, daran zweifelt Broll nach Zwischentönen, die er bei seinem nach eigenen Worten „guten Draht zum FLVW“ vernommen hat.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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