Die Erin-Kampfbahn hat keine echten Tribünen. Und ringsum ist sind die Parkmöglichkeiten suboptimal. © Volker Engel
Meinung

Castrop-Rauxel ist die falsche Stadt für Fußball-Highlights

Die Erin-Kampfbahn hat keine Tribünen. Ringsum ist sind die Parkmöglichkeiten suboptimal. Das Westfalenliga-Topspiel hat wieder einmal gezeigt, dass die Castrop-Rauxeler Sportplätze für höherklassigen Fußball nicht geeignet sind. Ein Kommentar.

Es war ein Fußball-Feiertag für Castrop-Rauxel, der Samstag (18. September). Wacker Obercastrop hat zum Westfalenliga-Topspiel den haushohen Favoriten TuS Bövinghausen als Gast. Die Dortmunder brachten prominente Kicker mit. Das Zuschauer-Interesse war groß wie schon gefühlte 40 Jahre nicht mehr.

1269 zahlende Fußball-Fans säumten den Kunstrasenplatz in der Erin-Kampfbahn. Insgesamt waren offenbar 1500 Leute im Stadion. Gastgeber Wacker Obercastrop hatte in der Organisation alles dafür getan, dass dieses Großereignis gesittet und vernünftig ablief.

Nicht von ungefähr sprach der Vereins-Geschäftsführer Onur Kocakaya ein großes Lob an die vielen Helfer aus. Da war sich auch niemand zu schade, ein gelbes Ordner-Leibchen überzustreifen und für den Klub einzustehen.

Zu kämpfen hatten die Wacker mit der Infrastruktur in und rund um die Erin-Kampfbahn. Denn die Sportanlage mit ihren Ausläufern bietet nicht genügend Parkmöglichkeiten. Das wurde schon beim Derby gegen den SV Sodingen offensichtlich, bei dem „nur“ 250 Zuschauer dabei waren. Die schmale Karlstraße ist auch keine Meile für Gäste-Pkws. Das Abstellen auf dem benachbarten LEG-Parkplatz ist illegal.

Es ist so wie im gesamten Stadtgebiet: Keines der Stadien bietet die Infrastruktur, die ein Highlight-Spiel benötigt. Schon bei normalen Derbys sind von Nord bis Süd normale Kapazitäten nicht vorhanden.

Sind die Fußballer die Opfer des Städtebaus der vergangenen Jahrzehnte geworden? Scheinbar. Mal sehen, wie es bei der neuen Bezirkssportanlage in Habinghorst aussehen wird.

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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