Neues Flutlicht mit LED-Panels wurden beim FC Frohlinde an der Brandheide angebracht. Bis Ende 2021 sollen die Lichter auf allen Castrop-Rauxeler Sportplätzen so aussehen. © Jens Lukas
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Castrop-Rauxel gibt sechsstellige Summe für Flutlicht aus

Die Stadt Castrop-Rauxel hat Geld in die Hand genommen, damit Fußballer und Leichtathleten abends nicht im Dunklen tappen. Es wird aber einige Jahre dauern, bis sich die Investition in neues Flutlicht auszahlt.

Es werde Licht, und wie. Nicht nur energetisch günstiger, sondern auch für das Portemonnaie. Es geht um das Flutlicht auf neun Castrop-Rauxeler Sportplätzen, das auf Vordermann gebracht wird. Bis zum Jahresende 2021 werden die alten Halogen-Metalldampflampen ausgetauscht gegen LED-Strahler.

EUV-Chef rechnet mit 70-Prozent-Einsparung bei Energiekosten

Das Projekt ist nicht billig. Denn es kostet rund 276.000 Euro. „Das ist aber gut eingesetztes Geld“, sagte im Jahr 2018 der damalige Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt – also vor dem Start des Projektes im Jahr 2019. „Wir sparen damit rund 70 Prozent der Energiekosten ein“, ergänzte EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner.

2019 wurden im Castrop-Rauxeler Süden die Sportplätze an der Brandheide (Frohlinde/45.000 Euro Brutto), am Fuchsweg (Merklinde/22.500 Euro) und am Grafweg (45.000 Euro) umgerüstet. Die Investitionssummen in Frohlinde und auf Schwerin liegen höher als in Merklinde, weil zusätzlich Nebenplätze beleuchtet werden.

Der Sportplatz an der Brandheide, auf dem der FC Frohlinde seine Spiele austrägt, gehört zu den neun Plätzen, auf denen die Flutlichter auf neue LED-Technik umgerüstet werden. © Volker Engel © Volker Engel

Im Jahr 2020 wurden die Sportplätze an der Karlstraße (Obercastrop/22.000 Euro), an der Bahnhofstraße (Castrop/43.000) und der Lambertstraße (Henrichenburg/23.000) auf LED umgerüstet. Der Umbau im Stadion an der Bahnhofstraße kostet mehr, weil hier auch die 400-Meter-Tartanbahn ringsum beleuchtet wird.

Im laufenden Jahr 2021 werden die Flutlichter an der Wewelingstraße (Pöppinghausen/23.000), in der Glückauf-Kampfbahn (Ickern/23.000) sowie an der Uferstraße (Ickern, inkl. Leichtathletikbahn/34.500) umgerüstet.

Uta Stevens vom Presseamt des Castrop-Rauxeler Rathauses berichtet: „Ein einzelnes LED-Panel kostet rund 2.100 Euro zuzüglich Montage. Die Installation erfolgte durch Fachfirmen nach Ausschreibung durch das Immobilienmanagement.“ In Frohlinde wurden zum Beispiel 16 Panels verbaut. Zwei davon scheinen auf das Kleinfeld. Am Fuchsweg in Merklinde sind es 14 Panels.

Die Maßnahme wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Mit Blick auf die 70-Prozent-Energie-Ersparnis erklärt Uta Stevens: „Nach etwa 11 bis 13 Jahren haben sich die Investitionen amortisiert.“

Auch auf den Sportplatz am Fuchsweg in Merklinde wurde die Beleuchtung bereits auf LED-Flutlicht umgestellt. © Jens Lukas © Jens Lukas

Damit nicht genug. In vielen Castrop-Rauxeler Sporthallen leuchten bereits LED-Lampen: In jener des Sporthalle Adalbert-Stifter-Gymnasiums, der Erich-Kästner Grundschule, an der Bodelschwingher Straße, der Grundschule Cottenburgstraße, an der Wittener Straße (ehemalige Harkortschule), der Förderschule Martin-Luther-King (Teilstandort Uferstraße) sowie der Willy-Brandt-Gesamtschule (Hallenbereich).

Im Laufe des Jahres 2021 soll auch der WBG-Umkleidebereich LED-Licht bekommen. Und auch die Halle der Grundschule Am Busch soll auf LED-Beleuchtung umgestellt werden.

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas
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