Um diese Stammplätze geht es derzeit beim FC Frohlinde an der Brandheide. © Wolfgang Baumann (FCF)
Fußball

Beim FC Frohlinde geht es schon jetzt um die Stammplätze – gegen Geld

Wer ein Haus baut weiß, wie schnell im Vorfeld geplante Kosten explodieren. Beim Bau des Vereinshauses des FC Frohlinde sorgten zwei kreative Ideen für frisches Baugeld.

Beim Umbau des Vereinshauses des FC Frohlinde wird trotz vieler Arbeitsstunden in Eigenarbeit noch mancher Euro benötigt. Für die Inneneinrichtung haben die Verantwortlichen mit zwei Spendenaktionen nun das „Bausäckel“ aufgefüllt. Dafür haben kreative Ideen gesorgt.

Frohlinder haben Kassensturz gemacht

Seit dem Herbst 2020 gibt es die Patenschafts-Aktion „Stammplatz sichern!“ für neue Möbelstücke im Clubheim. Zudem sorgte die Spendentour per Trecker an Silvester mit zwei verkleideten Räubern für jede Menge Spaß und Zugewinn. Frohlindes erster FC-Vorsitzender, Robert Janßen, präsentierte jetzt das Ergebnis des Kassensturzes.

„Wir durften 29 Haushalte, die uns eingeladen haben, anfahren und haben Barspenden von 2.240 Euro eingesammelt. Eine Spende von 1.000 Euro kam noch dazu.“ Der Geschäftsführer der Firma, IDV Isolier-und Dämmstoffe GmbH aus Recklinghausen, sei von dem Ankündigungs-Video auf Facebook so begeistert gewesen, dass er spontan die Summe überwiesen habe.

Angelehnt an die Netflix-Krimi-Serie „Haus des Geldes“ hatte Werbefachmann Ingo Böhmer die Aktion in „Das Haus braucht noch Geld“ umgetauft. Das ehemalige Vorstandsmitglied erzählte: „Das ist aus einer Schnapsidee geboren“. Dazu wurde ein kleiner Krimi gedreht, der auf der Vereins-Homepage zu sehen ist.

Da wurden die Darsteller des Films, Robert Janßen und sein Stellvertreter Karl-Ulrich „Kalli“ Hüning, von wie im Streaming Film maskierten Tätern, mit einer Waffe um eine Spende „gebeten“.

Janßen hatte noch gehofft: „Da ja keine Böller gekauft werden dürfen, könnte man dafür seinen Fußballverein im Ort unterstützen. Wir wollen nicht um Geld betteln, sondern möchten, dass die Leute im Dorf näher zusammenrücken.“ Das hat funktioniert. Auf die nächsten Ideen an der Brandheide darf man gespannt sein.

Die Patenschafts-Aktion „Stammplatz sichern!“ für die neuen Möbelstücke geht unterdessen weiter. Wie FCF-Pressewart Wolfgang („Guido“) Baumann übermittelte, kann sich jeder für einen Obolus von 50 Euro als Pate für einen Stuhl oder Hocker daran beteiligen.

„Natürlich bin ich ein Pate für einen Stuhl“, erzählte der Frohlinder, der die neuen Möbel auch gleich für unsere Redaktion fotografierte. Es sind noch Plätze frei, demnächst würden noch die Thekenhocker dazukommen. Von diesen gibt es noch kein Foto.

„Stammplatz sichern!“ Bedeutet das, dass nur die Paten im Vereinsheim sitzen können. Nein. Die Spender bekommen kein Schild an ihren Stuhl oder Hocker. Und es bleibt dabei: Im Vereinsheim ist freie Platzwahl.

Baumann sagte: „Hoffentlich können wir die Stühle und Hocker dann auch bald nutzen – nach der Corona-Pandemie.“

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