Rimon Haji (r.) war für den FC Castrop-Rauxel einer der Matchwinner beim 3:1-Sieg vor Wochenfrist gegen Viktoria Kirchderne. Der FC muss bei BW Huckarde oder direkte Anweisungen von Trainer Michael Wurst auskommen. © Volker Engel
Fußball-Bezirksliga

Bei BW Huckarde: FC Castrop-Rauxel tritt mit virtuellem Trainer an

Eigentlich sollte das Bezirksliga-Duell von BW Huckarde mit dem FC Castrop-Rauxel am fünften Spieltag zu einem Multimedia-Ereignis. Zumindest vor Anpfiff für die Castrop-Rauxeler.

Wenn es am Sonntag, 26. September, zum Bezirksliga-Duell zwischen der DJK BW Huckarde (11.) und dem FC Castrop-Rauxel (3.) kommt, muss Huckarde-Trainer Michael Faust auf eine für ihn wichtige Tradition verzichten: das Shake-Hands mit dem Chef-Coach der Gäste.

Kein Treffen der Trainer zwischen den Bänken

Eigentlich sollte Thomas Faust zwischen den Trainerbänken auf Michael Wurst treffen. Daraus wird aber nichts. Denn der Castrop-Rauxeler Trainer ist durch seinen Job als Stadionsprecher des Bundesligisten VfL Bochum nicht um 15.15 Uhr auf dem Sportplatz am Blumenkamp, sondern im Ruhrstadion an der Castroper Straße – bei der Partie gegen den VfB Stuttgart.

Wurst berichtete: „Das Spiel beginnt um 15.30 Uhr. Und unser Stasdion-TV beginnt um 14.30 Uhr.“ Daher ist auch nicht eine vergleichbare Aktion wie vor zwei Wochen bei Union Lüdinghausen möglich. Damals hatte Michael Wurst in der Kabine noch die Ansprache gehalten und war dann zum Sonntag-Abendspiel abgedüst.

FC-Trainer Michael Wurst in seinem Job als Stadionsprecher beim VfL Bochum. © Jens Lukas (Archiv) © Jens Lukas (Archiv)

Michael Wurst betont: „Ich bin nicht jemand, der lange lamentiert, sondern immer nach Lösungen sucht.“ Weshalb der Coach geplant hat, daheim ein Video mit seiner Ansprache an sein Team aufzunehmen und es in der Kabine auf einem Tablet oder Laptop abspielen zu lassen. Wurst: „Dann bin ich virtuell vor dem Spiel bei meiner Mannschaft.“

An der Außenlinie in Huckarde werden Physiotherapeut Damir Ivancicevic, der selbst Regionalliga-Erfahrung als Spieler hat, sowie der verletzte Spielmacher Markus Scherff und Spieler Elvedin Ceric die Marschroute von Wurst den Spielern ins Gedächtnis rufen.

Vielleicht meldet sich auch Michael Dschaak zu Wort. Er sitzt die erste von zwei Partie seiner Rotsperre aus dem Duell mit Viktoria Kirchderne (3:1) ab. Wurst: „Er hat das Mindest-Strafmaß bekommen. Der Schiedsrichter hatte gut dokumentiert, dass er seinen Gegenspieler nicht verletzen wollte und dieser weiterspielen konnte.“

Durch Dschaaks Ausfall steht ein Start-Elf-Einsatz von Neuzugang Emre Karaca (Wurst: „Gemessen an der Bezirksliga ist er eine Vollrakete“) und auch von Rimon Haji im Raum. Die beiden Joker der vergangenen Woche waren an den beiden Toren in der zweiten Halbzeit beteiligt.

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Lokalsport Castrop-Rauxel
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Jens Lukas

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