Derzeit stellen Vereine Rückforderungen von Ablösesummen vor der Saison 2020/21, weil die Saison annulliert wurde. © Jens Lukas

Ablösesummen des Sommers 2020: Risikospiel, war doch klar!

Derzeit stellen Vereine Rückforderungen von Ablösesummen vor der Saison 2020/21, weil die Saison annulliert wurde. Die Verstärkung spielten wenig oder sogar gar nicht. Unser Autor hat eine eigene Meinung zu der Forderung.

In den Sand gesetzt haben einige Fußball-Vereine einen Teil jenes Geldes, das sie im Sommer 2020 für Neuzugänge ausgegeben haben. Verstärkungen, die aktuell ihren Weggang angekündigt haben.

Nur acht Spieltage kamen vor dem Lockdown und der späteren Annullierung der Saison 2020/21 zur Austragung. Es fielen einige der Duelle sogar aus. Wodurch jedes Team gefühlt nur bei sechs Partien auf dem Platz stand.

Nur 6 anstatt 30 Einsätze. Dadurch wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis jedes Neuzuganges für die Saison geschmälert. Ein Kreisliga-Kicker, der zum Beispiel 500 Euro Ablöse gekostet hat, geht somit mit etwa 85 Euro pro Begegnung in die Bücher der Vereinskasse ein – und nicht mit jenen 17 Euro, wenn er alle 30 Partien absolviert hätte. Noch heftiger ist die Bilanz mit jenen Kickern, die nicht gespielt haben und wieder weiterziehen – zum nächsten Verein.

Allerdings muss man auch sagen, dass jedem Trainer und Vereinsfunktionär vor Anpfiff bewusst gewesen sein muss, dass der Auftritt auf dem Spielermarkt ein Risikospiel sein würde. Denn niemand konnte behaupten, dass die Saison samt Pandemie ein normale werden würde.

Über den Autor
Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas