Im vergangenen Jahr war der SV Heek einer der ersten Vereine, der mit einem Hygienekonzept auf den Fußballplatz zurückkehrte. Aktuell ist er etwas vorsichtiger. © Sascha Keirat
Sport und Corona

Heeker Sportplätze wieder offen: Zwei Vereine erlauben auch Fußball

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung lässt es zu, auch die Gemeinde Heek gibt grünes Licht: Die öffentlichen Sportanlagen sind freigegeben. Damit gehen die Vereine aber unterschiedlich um.

Seit Montag dürfen Sportanlagen unter freiem Himmel unter bestimmten Voraussetzungen wieder genutzt werden. Allein, zu zweit oder mit mehreren Personen aus einem Hausstand ist wieder einiges möglich. Auch Fußball. Im Mindestabstand von fünf Metern dürfen laut Interpretation des Landessportbunds NRW auch mehrere Kleingruppen auf einer Anlage aktiv sein. Wir haben uns bei Heeker Vereinen umgehört, wie sie verfahren.

Nach der ersten Lockerung für den Amateursport seit dem Dezember-Lockdown, in dessen Zuge alle Sportanlagen geschlossen bleiben mussten, hat die Gemeinde Heek reagiert. „Die öffentlichen Sportanlagen können unter Einhaltung der ab 22.02.2021 geltenden Coronaregelungen genutzt werden“, teilt die Gemeinde auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Allerdings tragen die Vereine als „Hausherren“ der jeweiligen Anlage die Verantwortung dafür, dass die sportliche Betätigung auch den Hygienevorschriften Rechnung trägt. Aus diesem Grund äußert sich Andreas Oellerich, Vorsitzender des SV Heek, vorsichtig zum Thema Wiederöffnung: „Bisher nutzen wir die neuen Möglichkeiten auf unserer Anlage nicht, werden das Thema aber zügig angehen.“

Oellerich sieht die Betätigungs-Möglichkeiten für die größten Abteilungen des Vereins, Fußball, Taekwondo, Gesundheitskurse und Leichtathletik, eher gering. „Es macht wohl mehr Sinn zu warten, bis wieder in größeren Gruppen trainiert werden darf. Vor allem ist für uns kaum zu leisten, das alles die ganze Zeit zu kontrollieren.“ Man werde die neue Situation erst einmal beobachten, ehe man die Anlage wieder nutze.

In Nienborg dürfen auch Fußballer ins Stadion

Für einen anderen Weg hat sich der SC Rot-Weiß Nienborg entscheiden. „Alles, was laut der neuen Schutzverordnung erlaubt ist, lassen wir auch zu“, sagt der Vereinsvorsitzende, Martin Mensing. „Wir hatten schon Anfragen von Sportlern, die einfach gern ihre Laufrunden im Stadion drehen wollen, das haben wir genehmigt. Aber auch wenn jetzt zwei Fußballer kommen und gemeinsam zum Beispiel Torschusstraining machen wollen, dann lassen wir das grundsätzlich zu.“

So lange das Treiben im Eichenstadion nicht überhand nehme und das Hygienekonzept des Vereins eingehalten werde, wolle der SC keinen Sport verbieten. Es werde aber auch kontrolliert, ob sich an die Regelungen gehalten werde, so Martin Mensing: „Wegen verschiedener Maßnahmen ist sowieso immer jemand am Platz, der ein Auge darauf hat.“ Grundsätzlich habe er aber großes Vertrauen in seine Vereinsmitglieder.

Auch beim SC Ahle sind die Fußballer wieder in Zweiergruppen aktiv. „Die Spieler treffen sich am Platz, natürlich ohne die Kabinen zu nutzen, und absolvieren verschiedene Übungen“, erklärt der SC-Vorsitzende Berthold Göcke. Wichtig sei, dass sich die einzelnen Zweiergruppen nicht begegnen. „Grundsätzlich beobachten wir das Geschehen natürlich weiter und reagieren gegebenenfalls“, so Berthold Göcke.

Noch kein Betrieb herrscht dagegen auf der Anlage des Heeker Tennisclubs. „Unsere Plätze sind noch zu nass, daher haben wir sie noch nicht hergerichtet. Das soll in diesem Jahr aber früher passieren als sonst“, erklärt die Vereinsvorsitzende, Maria Wenker. Sie peile Anfang/Mitte März als Spielstart an.

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Sportredaktion Ahaus

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