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Vom Pütt zum Physiotherapeuten

Klaus Radeler

Klaus Radeler verhilft Menschen seit 2002 mit seinem Therapiezentrum MediVital ihre Lebensqualität zu verbessern.

30.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vom Pütt zum Physiotherapeuten

© Julian Schaepertoens

Unweit des Zechengeländes Fürst Leopold in Dorsten hat sich Klaus Radeler mit seinem Therapiezentrum MediVital niedergelassen. Viele ehemalige Bergmänner kommen zum Physiotherapeuten, um sich behandeln zu lassen. Öfters wird er dabei an vergangene Zeiten erinnert. Denn die berufliche Geschichte des 49-Jährigen begann unter Tage.

Mit 16 Jahren begann Klaus Radeler eine Ausbildung auf der Zeche Auguste Victoria in Marl. Dort arbeitete er im Bereich der Wettertechnik, bis ihm 1994 eine Umschulung angeboten wurde. „Schon immer war ich begeisterter Sportler“, erzählt der Halterner. In seiner Heimatstadt trainierte er Leichtathleten und auch sonst war er immer in Bewegung. Also entschied er sich für eine Umschulung zum Physiotherapeuten.

Ziel: Selbstständigkeit

Danach arbeitete er in zwei Krankenhäusern in Bottrop und Datteln und nebenbei als Aushilfe in einer Praxis in Dorsten. „Doch mein Ziel war es immer mich selbstständig zu machen“, erinnert sich Klaus Radeler. Er baute sich mit den Jahren einen Kundenstamm und ein gutes Netzwerk zu Ärzten in der Region auf. Im Jahr 2002 ergab sich dann die Chance, eine eigene Praxis direkt gegenüber dem Ärztehaus La Vie an der Halterner Straße 32 zu eröffnen. Der Schwerpunkt lag zunächst ausschließlich im Bereich der Physiotherapie. Behandelt wurden Krankheitsbilder aus den Bereichen der inneren, chirurgischen, neurologischen und orthopädischen Medizin. Patienten mit einer Heilmittelverordnung vom Arzt wurden im Therapiezentrum speziell auf das entsprechende Krankheitsbild behandelt. Zur Anwendung kamen zum Beispiel Krankengymnastik, Fango und Massage oder manuelle Lymphdrainage.

Schmerzen reduzieren

„Durch die physiotherapeutischen Behandlungen können wir Schmerzen reduzieren, die Mobilität und Beweglichkeit zum Beispiel nach Knochenbrüchen, Gelenkersatz oder Schlaganfall erheblich verbessern oder sogar beseitigen“, erklärt der Familienvater. „Dennoch war uns schon immer bewusst, dass die einzelnen verordneten Sitzungen nicht ausreichen, um den Patienten langfristig eine verbesserte, schmerzfreie Situation zu schaffen.“ Da mit zunehmendem Alter sich die Muskulatur zurückbildet und aufgrund der veränderten Arbeitswelt durch immer mehr sitzende Tätigkeiten auch mehr Bewegungsmangel vorhanden ist, hat es sich Klaus Radeler zur Aufgabe gemacht, ein langfristiges Konzept anzubieten.