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Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus

Abwärtstrend beim ‚Komasaufen‘

Trinken bis zum Filmriss? Nein, sagen immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene in Westfalen-Lippe.

22.10.2019, 22:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus

Der Abwärtstrend beim ‚Komasaufen‘ unter den Jugendlichen hält an. Doch Grund zur Entwarnung sieht die AOK nicht. © AOK/hfr.

Eine Auswertung der AOK NORDWEST belegt, dass der Abwärtstrend beim ‚Komasaufen‘ weiter anhält.

Danach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 840 junge Menschen im Alter von 12 bis 20 Jahren mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, etwas weniger als im Vorjahr (847). In 2012 landeten noch 1135 Jugendliche und junge Heranwachsende wegen exzessiven Alkoholkonsums in einer Klinik.

„Der Trend des bewussteren Umgangs mit Alkohol scheint anzuhalten. Grund zur Entwarnung ist das allerdings nicht. Wir dürfen nicht nachlassen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene über die Gefahren des Alkoholkonsums aufzuklären, denn Alkoholkonsum kann zu langfristigen Gesundheitsschäden führen und erhöht die Gefahr später eine Alkoholsucht zu entwickeln“, warnt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Für AOK-Chef Ackermann ist der Kampf gegen das ‚Komasaufen‘ eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die nicht nur von den Krankenkassen allein geführt werden kann. So sind auch Lehrer und Eltern gefragt, Grenzen zu setzen und die Gefahren des Rauschtrinkens zu thematisieren. Aber auch Kommunen und Politik sind gefordert, sich in die Suchtprävention noch stärker einzubringen, die Verfügbarkeit von Alkohol zu verringern und die Lebensverhältnisse und -bedingungen zu verbessern

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