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Teufelskreis Nasenspray?

Gesundheits-Tipp

Ja, das stimmt. Bei Schnupfen und verstopfter Nase greifen die Betroffenen oft zu einem abschwellenden Nasenspray, um wieder frei atmen zu können.

30.10.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Teufelskreis Nasenspray?

AOK/hfr. © AOK/hfr.

Der enthaltene Wirkstoff, zum Beispiel Oxymetazolin oder Xylometazolin, sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen, die Schleimhäute dadurch abschwellen und die Nasenatmung wieder frei möglich ist. Handelt es sich um einen vorübergehenden Einsatz von Nasensprays aufgrund eines akuten Infekts geht das in Ordnung.

Ist die Nase dagegen chronisch verstopft, kommen auch andere Ursachen in Frage. Diese sollten ärztlich abgeklärt werden. Eine regelmäßige Anwendung von Nasenspray kann eine zunehmende Unempfindlichkeit der Nasenschleimhäute gegenüber dem Wirkstoff zur Folge haben. Bedarf und Häufigkeit erhöhen sich und können so schon innerhalb kurzer Zeit zur Gewöhnung führen.

Es kommt zu einem Teufelskreis: Die Nase verstopft nach jeder Anwendung schneller, zudem trocknet die Nasenschleimhaut aus, die Durchblutung der Nase wird nachhaltig gestört, Entzündungen sind quasi vorprogrammiert. Zur Entwöhnung wird das schrittweise Herunterdosieren durch Verwendung der Kleinkinder- und dann der Säuglingsdosierung empfohlen. Parallel dazu kann die Anwendung eines Kochsalz oder Meersalzsprays helfen, so die AOK-Experten.