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Rotavirus-Infektionen in Westfalen-Lippe rückläufig

AOK rät zur Impfung bei Säuglingen

In Westfalen-Lippe ist die Anzahl der nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Rotavirus-Fälle im Jahr 2018 wieder gesunken.

03.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Rotavirus-Infektionen in Westfalen-Lippe rückläufig

Die AOK rät Eltern, unbedingt die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen und Kleinkindern gegen Rotaviren vorzunehmen. © AOK/hfr,

Insgesamt wurden 1529 Infektionsfälle gemeldet, in 2017 waren es 3001 Fälle.

Auch auf Bundesebene ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang zu verzeichnen um über 38 Prozent. Das teilte die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit.

„Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen für schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. Daher raten wir allen Eltern, unbedingt die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen und Kleinkindern vorzunehmen“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Rotaviren verursachen Durchfälle, Erbrechen und Bauchschmerzen. Im Vergleich zu anderen Durchfall-Erkrankungen verläuft die Erkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern häufig schwer. Sie reagieren besonders empfindlich auf den Flüssigkeits- und Salzverlust. Da es keine Medikamente gegen Rotaviren gibt, werden nur die Beschwerden gelindert. Besonders wichtig ist es, genügend Flüssigkeit zuzuführen. „Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Säuglinge eine Schluckimpfung gegen Rotaviren, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird“, so Ackermann.

Da Rotaviren hoch ansteckend und leicht übertragbar sind, können sich auch Erwachsene infizieren. Um sich vor den Erregern zu schützen, sollten die Hände gründlich mit Seife gewaschen und ein wirksames Desinfektionsmittel verwendet werden.

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