Gemeinde nimmt mit Wehmut Abschied von Pfarrer Heinrich Plaßmann

dzSt. Marien

Die katholische Kirchengemeinde St.-Mariä-Himmelfahrt verabschiedete am Sonntag Pfarrer Heinrich Plaßmann – mit vielen guten Worten.

von Andreas Bäumer

Ahaus

, 15.09.2019, 18:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Abschied von ihrem Pfarrer Heinrich Plaßmann feierte die katholische Kirchengemeinde St.-Mariä-Himmelfahrt am Sonntag gleich zweifach groß. Dem Gottesdienst in der Pfarrkirche folgte das Pfarrfest am Karl-Leisner-Haus.

Elf Jahre lang leitete Pfarrer Plaßmann die Gemeinde. Den Gottesdienst gestaltete er auf seine ganz eigene Weise. Er bat die Kinder an den Altar, ließ sie Seifenblasen zaubern und hielt die Predigt zu Träumen und Seifenblasen.

„Glaube wird sich halten“

„Wir dürfen Träume träumen und das immer wieder neu, auch wenn sie zerplatzen“, sagte er. Wie Seifenblasen habe der Glaube etwas Spielerisches. Die Predigt schloss er mit einem Gedanken, den er auch bei Abschieden aus anderen Gemeinden hatte: „Der Glaube wird sich halten.“

Auch zum Hochgebet rief Plaßmann die Kinder zum Altar. Es war ein sehr festlicher Gottesdienst. Der Kinderchor Ahaus, der Chor Once Again, die Kirchenchöre St. Marien und St. Josef Graes sangen. Zahlreiche Messdiener und Fahnenträger von KFD, Landjugend, Schützenvereinen und anderen Vereinigungen begleiteten die Zeremonie.

Ökumene gut gepflegt

Ganz zu Beginn des Gottesdienstes sagte Olaf Goos, Pfarrer der evangelischen Christusgemeinde, dass er Heinrich Plaßmann vom ersten Tag an geschätzt habe. Er erinnerte sich mit Freude an das gemeinsam gefeierte Reformations-Jubiläum und das ökumenische Kirchenasyl. Den Gottesdienst schloss Heinrich Plaßmann mit einem guten Wort über seinen Nachfolger Stefan Jürgens.

Worte zum Abschied sprachen Stefanie Kahla für den Pfarreirat, die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Woltering und für den Kirchenvorstand Felix Büter. Kahla erinnerte daran, dass Heinrich Plaßmann den Umbau der Josefskirche mit auf den Weg gebracht habe. Woltering wies auf Plaßmanns wichtige soziale aber auch politische Rolle in Ahaus hin. Büter sprach an, dass Heinrich Plaßmann den Charakter der Teilgemeinden mit bewahrt habe.

Persönlicher Abschied

In einer kleinen Fahrradprozession ging es dann für Plaßmann und viele Gemeindemitglieder zum Karl-Leisner-Haus. Mitten im Trubel des Pfarrfestes, zwischen Kindern, die Kettcar-Rennen fuhren, Jugendlichen, die Hip-Hop tanzten und Seniorenmessdienern, die Messwein ausgaben, stand Pfarrer Plaßmann an einem Stehtisch. Er freute sich sichtlich mit den vielen, die zu ihm kamen, um sich persönlich zu verabschieden.

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