Zeltlager in Ungarn: Partei plant Urlaub für 50 Jugendliche aus Selm

dz„Europäische Begegnung“

Eine ungewöhnliche Kooperation könnte 50 Selmer Kindern Ferien in Ungarn ermöglichen: Die Familienpartei wirbt für ein Zeltlager, bei dem die Teilnahme „nicht vom Geldbeutel abhängig ist“.

Selm

, 04.08.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ralf Piekenbrock, Bürgermeisterkandidat der Familienpartei für Selm und gleichzeitig Generalsekretär der Familienpartei Deutschlands, spricht von einem „dauerhaften umfassenden Projekt der Europäischen Begegnung in Ungarn“. Konkret sollen Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr die Möglichkeit erhalten, für 14 Tage ein Zeltlager in der Gemeinde Somogybabod zu besuchen.

Dabei sollen laut Piekenbrock Jugendliche aus verschiedenen Ländern Europas zusammengeführt werden. „Jährlich sind vier Zeltlager á zwei Wochen mit jeweils 150 Personen geplant“, erklärt der Politiker auf Anfrage unserer Redaktion. Die ersten Freizeiten sollen in den Oster- und Sommerferien 2021 starten.

Organisiert wird die Aktion von der Europapartei „Europäische Christliche Politische Bewegung“ (European Christian Political Movement, ECPM), der auch die Familienpartei angehört. Deren Abgeordneter Helmut Geuking, gleichzeitig auch Bundesvorsitzender der Familienpartei, habe vor Ort Verträge mit der Gemeinde Somogybabod geschlossen und persönlich ein Grundstück erworben. Dort soll ein „Platz der Begegnung“ mit festen Zelten, Sanitäranlagen, Versorgungsgebäuden und auch Stellplätzen für Wohnwagen entstehen. „Die Gemeinde vor Ort ist für die Erschließung des Grundstückes mit Wasser-, Abwasser - und Stromleitungen und für die Genehmigungen der Bauten zuständig“, erklärt Piekenbrock.

Querfinanzierung über Teilnehmerbeiträge

Finanziert werden soll das Projekt über Sponsoren und das Engagement von Privatpersonen - unter anderem Ralf Piekenbrock, der nach eigenen Angaben Geuking in Brüssel unterstützt und „in Absprache mit ihm auch hier die ersten Plätze vergebe“. So erhalten gleich 50 Selmer Jugendliche die Chance, einen Urlaub in Ungarn zu verbringen - wie er die Teilnehmer genau auswählt, steht noch nicht fest: „Die Kriterien der Vergabe in Selm werde ich alleine bestimmen.“ Piekenbrock will dazu mit den Jugendorganisationen in Selm sprechen. „Ab dem Zeitpunkt der offiziellen Ausschreibung zählt sicherlich auch der Zeitpunkt des Eingangs der Bewerbung.“

Der Bürgermeisterkandidat betont, dass sich die Teilnehmergebühren nach dem Einkommen der Eltern staffeln werden. So sei auch eine „Querfinanzierung“ möglich, wodurch einkommensschwache Familien die Möglichkeit auf günstige Konditionen erhalten. Die ECPM will dazu die Zeltlager in allen Ländern der Europäischen Union ausschreiben.

Der Bezug zu Ungarn ist kein Zufall: Die Grundlage für die ECPM wurde 2002 in Lakitelek mit der Konferenz „Für ein christliches Europa“ gelegt. Derzeit gehören ihr Parteien aus 15 Ländern an, der Hauptsitz der ECPM liegt mittlerweile in Amersfoort in den Niederlanden.

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