Zehn neue Wohnungen: Das ist der Stand der Dinge an der Ludgeristraße

dzNeue Wohnungen

An der Ludgeristraße entstehen gerade neue Wohnungen. Der Bauherr Sascha Oestermann erklärt, warum der Bau nicht schon früher begonnen hat und wann die Arbeiten beendet sein sollen.

Selm

, 29.10.2019, 11:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor etwas mehr als einem Jahr stand dort noch die Alte Schneiderei, nun zieht ein gänzlich neues Bauwerk die Blicke der Passanten an der Ludgeristraße auf sich. Gegenüber der Gaststätte Suer entsteht seit August 2018 ein neuer Gebäudekomplex.

Wie alt das abgerissene Gebäude war, steht nicht genau fest. Fotos, auf denen die 1908 eingeweihte Ludgerikirche noch nicht zu sehen ist, belegen aber, dass das Gebäude mindestens 111 Jahre alt ist. Um den Altbau zu sanieren, hätten die damaligen Besitzer eine Menge investieren müssen, weshalb sie sich zu einem Verkauf entschieden.

Zehn barrierefreie Wohnungen

Am Ende gingen Grundstück und Gebäude an Sascha Oestermann. Der ist mit dem Bau bislang zufrieden. Zehn neue Wohnungen wird es dort geben. Während die kleinste 50 Quadratmeter groß sein wird, wird die größte eine Fläche von etwa 70 Quadratmeter haben.

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„Sie werden alle barrierefrei sein“, erklärt er. Die meisten Wohnungen seien allerdings bereits vergeben. Auch ein Ladenlokal wird das neue Gebäude beherbergen.

Angelika Bendowski, die seit 2003 in der Alten Schneiderei tätig war, wird in dem Neubau ihr Geschäft wieder eröffnen. Nach dem Abriss 2018 war sie mit ihrer Änderungsschneiderei einige Schritte weiter an die Ludgeristraße 62a gezogen.

Wohnungen wurden „nach modernsten Möglichkeiten gebaut“

Das neue Wohnhaus ist nicht das erste Bauprojekt von Sascha Oestermann. Unter anderem hatte er bereits an der Ludgeristraße 81 gebaut. Dort hatte er eine Erdwärmepumpe einbauen lassen.

„Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht“, weshalb eine solche Pumpe auch im Gebäude gegenüber von Suer zum Einsatz kommen soll. Dadurch sei er dann „unabhängiger vom Gaspreis“, erklärt er.

Das ganze Haus sei „nach modernsten Möglichkeiten gebaut“ worden, so Oestermann. Aktuell werde an der Elektronik und den Sanitäranlagen gearbeitet. „Das kann man gut planen“, sagt er. Denn derartige Arbeiten „sind wetterunabhängig“.

Abrissgenehmigung ließ auf sich warten

Durch die gute Planbarkeit sei er auch guter Dinge, dass die Wohnungen im März oder April des kommenden Jahres bezugsfertig sein werden. Dann hätte der Bau etwa 1,5 Jahre gedauert. Vielleicht hätte er sogar schon früher fertig sein können.

Denn eigentlich habe er bereits vor den Sommerferien 2018 mit dem Bau anfangen wollen, doch „ich musste auf die Abrissgenehmigung warten“. Deshalb „hat sich alles so etwa sechs bis acht Wochen verzögert“. Der tatsächliche Baustart war dann im September 2018.

Der Stadt Selm könne er aber keinen Vorwurf deswegen machen, sagt Sascha Oestermann. Zwar habe sich alles ein wenig hingezogen, „aber das ist normal“. Mit der Stadt sei er immer in guten Gesprächen gewesen.

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