Adif Hamidovic (links) und sein Vater Abit Hamidovic (rechts) vom Gasthaus Suer freuen sich darauf, dass sie ab heute Menschen in der Außengastronomie bewirten dürfen. © Sophie Godelmann
Restaurants und Gaststätten

Wirte freuen sich: Außengastronomie in Selm wieder geöffnet

Seit Samstag, 22. Mai, dürfen in Selm die Außengastronomien nach sieben Monaten öffnen. Die Wirte freuen sich. Wie sie mit der Kontrolle der Gäste umgehen? Da gehen manche einen eigenen Weg.

Adif Hamidovic vom Gasthaus Suer ist erleichtert. „Nach sieben Monaten ohne Gäste sind wir froh, dass es endlich weiter geht“, sagt er. Dennoch müssen er, sein Vater Abit Hamidovic sowie die Mitarbeiter auf vieles achten: „Alle Gäste müssen ihre Papiere mitnehmen, damit wir wissen ob sie geimpft, getestet oder genesen sind.“ Außerdem müssen alle Gäste ihre Kontaktdaten im Gasthaus hinterlassen.

Verregneter Start für die Wirtinnen und Wirte

Immerhin: Es ist der erste große Öffnungsschritt seit die Wirtinnen und Wirte im November ihre Türen für Gäste geschlossen halten mussten. Seit dem so genannten Lockdown light durften sie ihre Speisen nur noch „to go“ anbieten. Weil der Kreis Unna nun konstant unter einer Inzidenz von 100 lag, gibt es seit Samstag, 22. Mai den ersten Öffnungsschritt: Gaststätten und Restaurants können ihre Gäste wieder abseits von Abholangeboten bewirten, allerdings nur in der Außengastronomie.

Das Wetter spielt den Wirten aber leider in die Karten. Regen und Wind treibt die Menschen nicht in die Gastronomien, aber dennoch bestellen viele Menschen ihr Essen nach Hause. „Wir haben die letzten sieben Monate gut durchgehalten und sind zufrieden, dass es gut läuft“, so Hamidovic. Die Mitarbeiter werden regelmäßig getestet, sodass alles so sicher wie möglich ist.

Die Außengastronomie des Gasthauses Suer ist heute aufgrund des regnerischen Wetters leer geblieben.
Die Außengastronomie des Gasthauses Suer ist heute aufgrund des regnerischen Wetters leer geblieben. © Sophie Godelmann © Sophie Godelmann

Testpflicht für alle beim alten Feld

Den gleichen Aufwand musste auch Jürgen Bottelberger betreiben, der einer der beiden Betreiber des Restaurants „Zum alten Feld“ ist. „In den letzten sieben Monaten lief es bei uns mit den Bestellungen recht gut, aber wir freuen uns, dass wir die Außengastronomie wieder aufmachen können.“

Für Bottelberger ist die Papierform wichtig: „Wir haben uns entschieden, dass alle Gäste, egal ob sie genesen oder geimpft sind, sich testen lassen müssen, wenn sie bei uns essen wollen.“ Eigentlich müssten geimpfte und genesene Menschen keinen negativen Coronatest vorweisen, jedoch ist das für Bottelberger sicherer. „Wie soll ich denn erkennen, ob eine Person bereits genesen ist oder nicht?“, meint er. „Einen Personalausweis darf ich ja nicht verlangen.“

Auch Servicekräfte lassen sich testen

Eine neue Regel, die ebenfalls am Samstag in Kraft getreten ist, erleichtert erst einmal die Arbeit der Servicekräfte im Restaurant. „Seit heute darf ich Tests bei den Servicekräften durchführen lassen, die, je nach Test, für 24 oder 48 Stunden gültig sind. Dann darf ich ihnen auch ein Zertifikat für ihr Testergebnis aushändigen“, so Bottelberger am Samstag.

Für Jürgen Bottelberger vom Restaurant „Zum alten Feld“ bedeutet die Öffnung der Außengastronomie ein neuer Schritt in Richtung Normalität.
Für Jürgen Bottelberger vom Restaurant „Zum alten Feld“ bedeutet die Öffnung der Außengastronomie ein neuer Schritt in Richtung Normalität. © Sophie Godelmann © Sophie Godelmann

Beide Wirte sind zuversichtlich, dass sie bei wärmerem Wetter Gäste in der Außengastronomie empfangen können, so wie im Kreis Coesfeld nebenan. Immerhin: Mit einem Inzidenzwert von 75,97 ist der Kreis Unna aktuell stabil unter 100.

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