Mit diesem Bild im XXL-Format machen sich Erstklässler im Straßenverkehr bemerkbar

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Ganz junge Verkehrsteilnehmer bedürfen größtmöglicher Aufmerksamkeit. Erstklässler der Overbergschule haben am Dienstag, 17. September, ganz besonders auf sich aufmerksam gemacht.

Selm

, 17.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Montag, 16. September, läuft die Projektwoche der Overbergschule. „Rund um den Herbst“ lautet das Motto. Die Erstklässler widmen sich dem Thema Verkehr. Und haben eine Aktion gestartet, die kaum zu übersehen ist. Zumindest in der Straße Sundernburg.

Mit diesem Bild im XXL-Format machen sich Erstklässler im Straßenverkehr bemerkbar

Mit viel Spaß malten die Erstklässler der Overbergschule das Schild "Verkehrsberuhigter Bereich" mit Kreide auf die Fahrbahn der Sundernburg. © Arndt Brede

Mädchen und Jungen haben am Dienstag, 17. September, ein großes Bild mitten auf der Fahrbahn mit Kreide aufgemalt. Es ist die vergrößerte Variante des Verkehrsschildes, das die Sundernburg an der Einmündung zur Breite Straße als verkehrsberuhigten Bereich ausweist.

Mit diesem Bild im XXL-Format machen sich Erstklässler im Straßenverkehr bemerkbar

Die Straße Sundernburg ist per Schild als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Hier dürfen Kinder spielen und Autos müssen Schrittgeschwindigkeit fahren. © Arndt Brede

„Wir haben für die Erstklässler ein Thema ausgesucht, das zum Lehrplan passt“, berichtet Lehrer Tim Seiler. Und das ist eben das Thema Verkehrserziehung. Das passt nicht nur zum Schul-Lehrplan, sondern auch zur Europäischen Mobilitätswoche. Julia Schmidt, verantwortlich für den Bereich Umwelt und Mobilität bei der Stadtverwaltung Selm, hat sich die Aktion angeschaut.

Die Projektwoche Insgesamt sind an der Verkehrsaktion der Overbergschule alle drei ersten Klassen, also 65 Kinder, beteiligt. Die Jahrgänge 2-4 erforschen den Herbst in 11 verschiedenen Projekten. Die Erstklässler beschäftigen sich mit dem Straßenverkehr und damit, was in der dunklen Jahreszeit besonders zu beachten ist. Am Freitag, 20. September, sind alle Familien und Freunde der Overbergschule und die zukünftigen Erstklässler eingeladen, sich in der Zeit von 15 bis 17 Uhr die Ergebnisse der Projektwoche anzusehen. Eine weitere Aktion dürfte innerhalb der Projektwoche für die Erstklässler so spaßig wie wichtig sein: die Modenschau. „Wir werden mit den Kindern erarbeiten, wie sie im Herbst, also in der dunklen Jahreszeit, im Straßenverkehr wahrgenommen werden“, berichtet Lehrer Seiler. Wenn die Projekte der einzelnen Klassen am Freitag, 20. September, präsentiert werden, werden die Mädchen und Jungen aus den ersten Klassen entsprechend gut zu erkennende Kleidung vorführen.

„Das Thema der Europäischen Mobilitätswoche ist ja dem Fußverkehr gewidmet“, sagt Julia Schmidt. Insbesondere sei es der verkehrsberuhigte Bereich, auf dem der Fokus in diesem Jahr liege. „Mit diesem überdimensional großen Bild können wir den Anwohnern nochmal deutlich machen, dass sie in einem solchen Bereich wohnen.“

Spielen und auf Autos achten

Was darf man denn in einem solchen verkehrsberuhigten Bereich? Und was darf man nicht? Erstklässler Matz hat da eine klare Meinung: „Da dürfen Kinder spielen.“ Aber es gibt noch mehr zu beachten, wie Lehrer Tim Seiler sagt: „Wir haben am Montag eine Einführung gemacht und mit den Kindern über das Schild gesprochen. Natürlich dürfen sie in einer solchen Straße spielen, müssen natürlich aber trotzdem darauf achten, dass hier Autos fahren.“

Mit diesem Bild im XXL-Format machen sich Erstklässler im Straßenverkehr bemerkbar

Gemeinsam etwas zu erarbeiten, machte den Kindern Freude. © Arndt Brede

Und als ob es bestellt worden wäre, nähert sich ein Auto dem Geschehen rund um die kleinen Maler. Und als ob das so im Lehrbuch stünde, ruft ein Mädchen „Vorsicht, ein Auto kommt“, und alle Kinder verlassen den Bereich und lassen das Auto passieren. Kein Wunder, dass sich auf den Gesichtern von Seiler und Schmidt ein Lächeln zeigt.

Verkehrserziehung wird immer wichtiger

Was Julia Schmidt am meisten begeistert, ist, neben dem Engagement, das die Kinder beim Malen zeigen, der mögliche Effekt, der bei den Mädchen und Jungen nachhaltig wirken könnte: „Die Kinder lernen hier, dass es andere Verkehrsteilnehmer, eben auch Autofahrer, gibt. Nur so lernen sie es, eben wenn sie draußen sind.“ Verkehrserziehung werde immer wichtiger.

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Nach getaner Arbeit: die Erstklässler mit (hinten v.l.) Lehrer Tim Seiler, Studienpraktikantin Maren Flachmeier und Julia Schmidt, die bei der Stadt Selm auch für das Thema Mobilität zuständig ist. © Arndt Brede

Die Stadt habe den Schulen auch Bastelaktionen ans Herz gelegt, erklärt Julia Schmidt: „Die Schüler können eigene Verkehrsschilder basteln.“ Und auf der Facebook-Seite der Stadt Selm gebe es ein Quiz, das alle Bürger einlade, zum Thema „Verkehrsberuhigter Bereich“ mit zu raten.

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