Waffelino-Prozess: Zeugin ist verblüfft - und belastet Hamza K.

dzLandgericht Dortmund

Im Waffelino-Prozess sagen weitere Zeugen aus. Ob die Richter allen uneingeschränkt glauben können, ist fraglich.

Selm

, 09.09.2020, 21:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Dortmunder Landgericht ist am Mittwoch (9. September) der Prozess um den nächtlichen Brand im Café Waffelino an der Kreisstraße fortgesetzt worden. Hatte sich die Verhandlung gegen den Angeklagten Hamza K. zuletzt vornehmlich auf den ebenfalls angeklagten angeblichen Raub eines Smartphones konzentriert, stand nun wieder das Feuergeschehen im Mittelpunkt.

Jetzt lesen

Dass Hamza K. den Brand in dem von ihm betriebenen Café gelegt hat, steht nach der Revisionsentscheidung des Bundesgerichtshofes fest. Fraglich ist in dem neuen Prozess jedoch weiterhin die Motivlage des Selmers. Wurde er zum Feuerteufel, um die Versicherung zur Auszahlung von 25.000 Euro zu bringen?

Angeblich fehlten die Umsätze im Waffelino

Geht es nach einer Zeugin, muss diese Frage eindeutig bejaht werden. Die Frau sagte aus, dass Hamza K. sich bei ihr über fehlende Umsätze im Waffelino beklagt habe. Dabei habe er auch davon gesprochen, das Café nötigenfalls anzuzünden.

Das Problem: Nach der Tat im Sommer 2018 ist dieselbe Zeugin von der Polizei und auch im ersten Prozess auch schon vernommen worden. Bei diesen Befragungen hat sie aber nichts von den Klagen des Angeklagten erzählt.

Deshalb scheint fraglich, ob die Richter jetzt auch wirklich viel auf die Aussage der Zeugin geben können. Weitere Vernehmungen brachten wenig Neues zu Tage. Der Bruder des Angeklagten verweigerte die Aussage. Als Angehöriger steht ihm dieses Recht zu.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt