In der Diskussion um verbesserte Schulwegsicherheit gibt es die Idee, die Südkirchener Straße vor den Schulen morgens kurzzeitig zur Einbahnstraße zu machen. © Marie Rademacher
Ludgerischule

Ungewöhnliche Idee für mehr Sicherheit der Ludgerischüler in Selm

Für mehr Sicherheit der Schüler der Ludgerischule hat die CDU hat eine Prüfauftrag für einen Zebrastreifen auf der Südkirchener Straße an die Verwaltung geschickt. Es gibt eine weitere Idee.

Eltern von Ludgeri-Grundschülern beobachten seit Jahren mit Sorge die Schulwegsituation vor allem auf der Südkirchener Straße. Die Straße ist eng, von Osten aus abschüssig. Morgens vor Schulbeginn – so die Beobachtung von Eltern – parken Autos am Straßenrand, oft auch auf der Straße, oder in Einfahrten. Sogenannte Elterntaxis seien das. Also Autos von Angehörigen der Schüler, die die Kinder direkt vor der Schule aussteigen lassen. Dadurch entstehe eine Gemengelage zwischen an- und abfahrenden Autos, Kindern auf dem Rad und zu Fuß, die die Situation für die Kinder gefährlich machen, heißt es aus Sicht von Eltern.

Idee: Temporäre Einbahnstraße

Einen Zebrastreifen, wie von der CDU ins Spiel gebracht, würden sie begrüßen. Auch Stephanie Brockhaus, Leiterin der Ludgerischule. Sie bringt nun eine weitere Variante in die Diskussion um Schulwegsicherheit auf der Südkirchener Straße. Die Frage sei, ob die Südkirchener Straße zur morgendlichen Bringzeit zur Einbahnstraße gemacht werden kann. Das würde die Situation der Grundschüler und des Busverkehrs laut Schulleiterin entspannen und sicherer machen. Zumal neben dem Bringverkehr durch Eltern auch der Berufsverkehr die Südkirchener Straße zu der Zeit sehr stark frequentiere. Allein schon der Begegnungsverkehr würde für die Zeit der Einbahnstraßenregelung unterbunden.

Diese Idee habe es schon vor einigen Jahren gegeben und sei auch an die Stadtverwaltung herangetragen worden. „Aber es passiert einfach nicht zeitig etwas“, sagt Stephanie Brockhaus.

Die Redaktion hat die Frage, ob eine temporäre Einbahnstraßenregelung an der Südkirchener Straße überhaupt denkbar wäre, an die Stadtverwaltung weitergegeben. Stadtsprecher Malte Woesmann bestätigt, dass die Schule beziehungsweise Schulpflegschaft sowie Eltern sich bereits in der vergangenen Ratsperiode mit einem gleichgelagerten Anliegen an die Stadtverwaltung und Politik gewandt hatten. „Die Verwaltung beabsichtigt diesbezüglich sich mit Schule/Schulleitung/Schulpflegschaft zusammen zu setzen und mögliche Maßnahmen zu besprechen.“

Stadt: Große praktische Schwierigkeiten

Auf die konkrete Frage nach der Einbahnstraßenregelung bezogen, antwortet Woesmann: „Eine Einbahnstraße einzurichten, die nur jeden Tag in einer gewissen Zeit als Einbahnstraße gilt, ist mit großen praktischen Schwierigkeiten versehen. So müssten entsprechende Schilder regelmäßig auf- und wieder abgehängt beziehungsweise verdeckt werden. Anders lässt dies die Straßenverkehrsordnung nicht zu. Ein einfaches Zusatzschild – zum Beispiel montags bis freitags 7 bis 8 Uhr Einbahnstraße – ist rechtlich nicht zulässig. Ebenfalls müsste eine Einbahnstraßenregelung, die temporär eingerichtet ist, entsprechend überwacht werden.“

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Arndt Brede

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