Unfall im Kreisverkehr: Autofahrerin sieht zu spät Kind auf dem Fahrrad

Unfall

Eine eigene Fahrradspur für den Kreisverkehr soll den schwächsten Verkehrsteilnehmern Sicherheit bieten: eine gefährliche Illusion, wie sich am Karsamstag mitten in Selm zeigte.

Selm

, 04.04.2021, 10:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizei und Rettungswagen mussten am Samstagmittag zu einem Unfall am Kreisel in Selm.

Polizei und Rettungswagen mussten am Samstagmittag zu einem Unfall am Kreisel in Selm. © picture alliance/dpa

Das siebenjährige Mädchen war in schützender Begleitung. Sowohl sein Bruder als auch der Vater waren dabei, als das Kind auf seinem Fahrrad durch Selm fuhr. Beide konnten jedoch einen Unfall nicht verhindern, der sich im Kreisverkehr Mitten in der Stadt ereignete.

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Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Karsamstag gegen 13 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt querte das kleine Mädchen radelnd die Münsterlandstraße im Kreisverkehr Münsterlandstraße /Ludgeristraße. Es fuhr auf dem Fahrradschutzstreifen als erste der kleinen Gruppe, als eine 69-jährige Autofahrerin den Kreisverkehr in Richtung Münsterlandstraße verlassen wollte.

69-Jährige bremst, es kommt aber zur Berührung

Nach Angaben der Polizei bemerkte die Autofahrerin aus Selm das Kind erst, als es sich auf seinem Fahrrad direkt vor ihrem Wagen befand. Durch eine sofortige Bremsung kam es nach Mitteilung der Polizei nur zu einer leichten Berührung. Das Mädchen verlor aber das Gleichgewicht und stürzte. Dadurch verletzte es sich leicht und wurde vor Ort medizinisch versorgt. An dem Opel Astra der Autofahrerin entstand nur minimaler Sachschaden in Höhe von 50 Euro.

Der Kreisverkehr Ludgeristraße galt in der Vergangenheit als Unfallschwerpunkt. Der durchgehende Fahrradschutzstreifen sollte die Situation verbessern.

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