Yasokumar Muneeswarakandan und seine Frau Jeyamathy Yasokumar haben den Kiosk an der Hauptstraße in Bork übernommen. © Arndt Brede
Trinkhalle

Trinkhalle in Bork wieder offen: Betreiber sind neu, das Lächeln bleibt

Zuerst war da Verwirrung: Die Schließung der Trinkhalle Skusa/Kiwall hat in Bork viele Menschen getroffen. Die gute Nachricht: Der Kiosk hat wieder geöffnet. Mit kleinen Änderungen.

Seit Sonntag, 31. Januar, hatte die Trinkhalle an der Hauptstraße die Jalousien heruntergelassen. Auch am Montag standen nicht wie gewohnt Getränkekästen vor dem Kiosk als sichtbares Zeichen dafür, dass geöffnet ist. Sandra Kiwall, die zuletzt den Kiosk betrieben hatte, hatte sich entschlossen, nicht mehr weiterzumachen. Der Hinweis, dass es aber weitergehen würde, stand auf einem Zettel am Kiosk. Nun ist es Gewissheit.

Nach zwei Tagen, an denen die Trinkhalle an der Hauptstraße in Bork geschlossen hatte, stehen jetzt wieder Getränkekästen draußen vor dem Geschäft. Sichtbares Zeichen dafür, dass der Kiosk wieder geöffnet hat.
Nach zwei Tagen, an denen die Trinkhalle an der Hauptstraße in Bork geschlossen hatte, stehen jetzt wieder Getränkekästen draußen vor dem Geschäft. Sichtbares Zeichen dafür, dass der Kiosk wieder geöffnet hat. © Arndt Brede © Arndt Brede

Getränkekästen stehen am Mittwoch, 3. Februar, an der Hauptstraße vor dem Kiosk. Aha, denkt man, er ist also wieder geöffnet. Richtig gedacht. Die Trinkhalle, die in Bork viel mehr als das ist, hat nun neue Betreiber. Yasokumar Muneeswarakandan (43) hat das Geschäft und überhaupt das ganze Gebäude gekauft. Seine Frau Jeyamathy Yasokumar (41) wird den Kiosk führen.

Das wären also schon mal zwei Änderungen gegenüber der bisherigen Situation: Sandra Kiwall und ihre Eltern haben das Gebäude an den Mann verkauft, der aus Sri Lanka stammt und seit Jahren einen begehbaren Kiosk in Dortmund führt. Und mit seiner Ehefrau – kurz Jana genannt – steht eine neue Chefin im Geschäft. Diese Chefin gibt der Trinkhalle ihren neuen Namen. Trinkhalle Jana wird das Geschäft heißen. Recht klein steht das auch schon am Geschäft. Aber es wird sich sicher herumsprechen, wie der Kiosk nun heißt.

Umzug nach Bork geplant

Das denkt und hofft auch Yasokumar Muneeswarakandan: „Wir möchten mit den Kunden zusammenarbeiten, sie kennenlernen.“ Zunächst einmal wird das Paar noch ein Zwei-Standorte-Modell mit je einem Kiosk in Dortmund und Bork fahren. „Wir werden aber nach Bork ziehen, ins Haus hinter dem Geschäft“, sagt der neue Gebäudeeigentümer. Das werde aber nicht von heute auf morgen gehen: „Erst mal sollen unsere Kinder ihr Schuljahr beenden.“ Und dann werden sie Schulen in Selm und Bork besuchen. Die Kinder – das sind die 14-jährige Vaishnavi, die zehnjährige Awinaya und der siebenjährige Karikalan – sind am Tag der Neueröffnung des Kiosks auch in Bork. Der Distanzunterricht in ihren Schulen in Dortmund ist schließlich auch von Bork aus möglich. Wie geht es ihnen mit der neuen Situation? „Wir freuen uns“, sagt Vaishnavi, und die Augen ihrer Geschwister strahlen auch.

Yasokumar Muneeswarakandan und seine Frau Jeyamathy Yasokumar mit ihren Kindern (vorne v.l.) Vaishnavi, Awinaya und Karikalan werde bald auch nach Bork ziehen.
Yasokumar Muneeswarakandan und seine Frau Jeyamathy Yasokumar mit ihren Kindern (vorne v.l.) Vaishnavi, Awinaya und Karikalan werde bald auch nach Bork ziehen. © Arndt Brede © Arndt Brede

Nicht nur die Kinder freuen sich auf das, was kommt. Auch ihre Eltern. Zumal der erste Tag schon gut angelaufen sei, wie Jeyamathy Yasokumar sagt: „Die Kunden sind sehr freundlich und wünschen uns alles Gute.“ Ihr Lächeln ist Beweis genug, dass die Entscheidung für Bork die Richtige ist. Auch die Kunden sind offenbar froh über den reibungslosen Übergang von der bisherigen Chefin Sandra Kiwall zu den neuen Betreibern. „Gott sei Dank geht es weiter“, sagt eine Frau, betritt den Laden und hört schon ein freundliches „Hallo“.

Entscheidung fiel kurzfristig

Die Entscheidung für Bork ist übrigens recht kurzfristig gefallen: „Ich habe von einem Lieferanten gehört, dass hier in Bork ein Geschäft zu übernehmen sein könnte“, erzählt Yasokumar Muneeswarakandan. Vom Treffen mit Sandras Kiwall bis zur Übernahme habe es dann nur eine Woche gedauert.

Nun hat Bork also weiterhin sein Kläppchen, wie viele den Kiosk liebevoll nennen. Es ändert sich nicht viel. Namen und Gesichter der neuen Betreiber sind den Kunden neu. Ansonsten bleibe es bei den Öffnungszeiten, sagt Yasokumar Muneeswarakandan: „Wir haben montags, mittwochs, donnerstags, freitags und samstags von 6.30 bis 20 Uhr und sonntags von 7.30 bis 20 Uhr geöffnet.“ Der Dienstag – auch daran halten die neuen Betreiber fest – ist Ruhetag. Eines ist übrigens nach dem Wechsel der Betreiber auch geblieben: das freundliche Lächeln beim Betreten des Ladens oder am Fenster. So, wie es die Kunden aus Bork und von auswärts gewohnt sind.

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Redaktion Selm
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Arndt Brede

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