Stadtvillen am Cappenberg Wald: Schmiede macht Platz für 16 Wohnungen in exklusiver Lage

dzWohnungsbau in Cappenberg

Zwölf Jahre lang hat sich nichts getan auf der exklusivsten Brache Cappenbergs: dem Grundstück der einstigen Gaststätte Aschoff. Jetzt machen Bagger den Weg frei für zwei exklusive Neubauten.

Cappenberg

, 08.02.2020, 20:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wohnen zwischen historischen Villen mit Blick auf den Cappenberger Wald: Das soll ab April 2021 möglich sein. Auf dem Grundstück, wo bis 2008 die Gaststätte Waldschmiede Aschoff stand, machen Bagger gerade den Bauplatz frei für zwei repräsentative Mehrfamilienhäuser.

Volksbank und privater Investor wollen bauen

Die Volksbank Selm-Bork hatte das Grundstück gemeinsam mit einem privaten Investor erworben. Jeder der beiden Partner wird dort jeweils ein Wohnhaus mit acht Wohnungen errichten: architektonische Zwillinge mit je zwei Vollgeschossen, einem zurückversetzten Staffelgeschoss und flachem Walmdach, Mehrfamilienhäuser im Stil von Stadtvillen.

Stadtvillen am Cappenberg Wald: Schmiede macht Platz für 16 Wohnungen in exklusiver Lage

Ein Entwurf gibt einen Eindruck, wie die Neubauten aussehen könnten. Hier eine Ansicht von Osten. © Volksbank

Die insgesamt 16 Wohnungen sind nach Informationen von Volksbank-Vorstand Thomas Krotki zwischen 65 und 100 Quadratmeter groß. Die Zielgruppe ist breit gefächert, wie er sagt. Zwar werde Wert darauf gelegt, dass die Wohnungen „modern und qualitativ hochwertig, aber auch seniorengerecht gestaltet sind“, aber es handele sich nicht um reine Seniorenwohnanlage.

Stadtvillen am Cappenberg Wald: Schmiede macht Platz für 16 Wohnungen in exklusiver Lage

Das ist die Ansicht von Süden. © Volksbank

Bevor die Bauarbeiten beginnen können, muss das Grundstück erst komplett leer sein. Zwar ist die Gaststätte Aschoff mitsamt ihrem Saal bereits seit 2008 Geschichte, die alte Schmiede dahinter hatte aber bis jetzt Bestand: ein betagter Backsteinbau, der allerdings nicht unter Denkmalschutz steht. Schon bald wird nichts mehr von ihm zu sehen sein. Dabei hatte die Schmiede einst eine zentrale Bedeutung - und ist noch älter als die Traditionsgaststätte Aschoff.

Waldschmiede wurde 1874 erstmals erwähnt

Max Aschoff hatte 1874 die Schmiede Schlief gekauft: die erste urkundliche Erwähnung des Anwesens. Schmiede und Gastwirtschaft sind von vorneherein ein nützliche Allianz eingegangen: Während die Kunden warten mussten, bis der Schmied die Pferde beschlagen hatte, tranken die Besitzer nebenan.

Das Bier, das dort zum Ausschank kam, stammte aus der nur wenige hundert Meter entfernten Cappenberger Brauerei. Der Schwiegersohn des Freiherrn vom Stein, Ludwig Ferdinand von Kielmannsegg, hatte sie 1840 gegründet: die erste Braustätte, die statt des bisherigen Altbiers helles Landbier nach bayerischer Art herstellte.

Mit dem Bau der beiden unten voraussichtlich sandfarben geklinkerten und oben weiß verputzten Wohnhäuser zwischen der Villa Janssen und der Straße Zum Birkenbaum werden die Bauarbeiter nach Thomas Krotikis Wunsch zügig beginnen.

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