Nachdem Erzieherinnen sich auch in Selm am Freitag, 12. März, haben impfen lassen, könnte es am Montag zu Personalengpässen wegen der Impfreaktionen kommen. In den katholischen Kitas in Selm ist die Impfbereitschaft jedenfalls groß. © picture alliance/dpa
Kinderbetreuung

Stadt stellt Details zu Kita-Neubau-Plänen in Selm und Bork vor

In Selm und Bork fehlen absehbar Kinder-Betreuungsplätze. Mit zwei Neubau-Projekten in beiden Ortsteilen will die Stadt jetzt den Bedarf decken und hat ihre Pläne vorgestellt.

Die Stadt Selm plant, „möglichst bis Ende 2023“ eine neue, große Kindertageseinrichtung im Ortsteil Selm zu bauen. Auch Bork soll eine neue Kita bekommen, hierauf müssen Eltern voraussichtlich aber noch länger warten. In der vergangenen Sitzung des Jugendhilfeausschusses erklärten Vertreter der Stadtverwaltung jüngst die Hintergründe und den angepeilten Zeitplan für die zwei Neubau-Projekte. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was ist genau geplant?


Bereits im Dezember 2020 hat die aktualisierte Kindergartenbedarfsplanung für den Zeitraum bis 2024/2025 gezeigt, dass „mittelfristig ein Platzbedarf von weiteren insgesamt etwa 60 Plätzen in den Ortsteilen Selm und Bork entstehen wird“, wie aus der Vorlage für die Ausschusssitzung hervorgeht.
Dazu will die Stadt im Ortsteil Selm in Absprache mit der Kirchengemeinde St. Ludger als Trägerin die beiden Einrichtungen St. Josef und St. Fabian und Sebastian aufgeben und durch einen Neubau ersetzen. Trägerin soll die katholische Kirchengemeinde bleiben. Darin sollen dann sechs Betreuungsgruppen Platz finden.
In Bork ist eine viergruppige Einrichtung vorgesehen. Dafür soll die bestehende Einrichtung St. Marien aufgegeben werden. Mit dem Neubau wären dann zusätzlich zu den zwei vorhandenen Gruppen weitere 40 Plätze vorgesehen. In Bork soll die Umsetzung aber erst voraussichtlich 2024 beginnen.

Warum sind Neubauten nötig?


Diese Frage kam auch in der Ausschusssitzung aus den Reihen der Grünen. Sowohl die Stadt als auch die Trägerin argumentieren aber mit dem schlechten baulichen Zustand der vorhandenen Einrichtungen. Diese seien nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und sowohl in beiden Fällen würden die Grundstücke auch so einfach keine Erweiterung zulassen, hieß es im Ausschuss.

Wo sollen die neuen Kitas gebaut werden?


In Selm ist ein Grundstück an der Werner Straße/Kreisstraße am Altenwohnhaus St. Josef vorgesehen. In Bork soll die neue Kita im Baugebiet Neuenkamp gebaut werden. Beide Grundstücke befinden sich in Kirchenbesitz.

Wie teuer werden die Bauprojekte?


Weil sich die Projekte noch in einem frühen Planungsstadium befinden, gibt es noch keine abgeschlossenen Kostenkalkulationen. Sowohl die Stadt als auch die Trägerin wollen die neuen Kitas aber über ein Investorenmodell umsetzen – so, wie bei der Einrichtung am Pädagogenweg. Es gibt allerdings für den Neubau in Selm Aussicht auf Investitionszuschüsse von etwa 1,26 Millionen Euro durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Ob und welche Förderungen in Bork möglich sind, sei noch nicht klar, so die Stadt.

Wie geht es jetzt weiter?


Als Vertreter der Verwaltung machte Wolfgang Strickstrock im Ausschuss deutlich, dass sich die Stadt und die Trägerin noch im frühen Planungsprozess befinden und dankbar über jede Anmerkung und Vorschläge für die Pläne seien. Die Ausschussmitglieder entschieden einstimmig für die Pläne.

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Redaktion Selm
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Karim Laouari

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